"Sewol"-Bergung Knochenteile stammen vermutlich von Schweinen

Bei der Bergung der Fähre "Sewol" sind Knochen entdeckt worden. Entgegen ersten Angaben stammen sie jedoch nicht von Menschen.

Das Wrack der "Sewol"
Getty Images

Das Wrack der "Sewol"


Die Knochenfragmente, die nach der Bergung der südkoreanischen Fähre "Sewol" entdeckt wurden, sind Regierungsangaben zufolge doch nicht von einem der vermissten Todesopfer.

Die Knochenreste stammten von Tieren und nicht von Menschen, teilte das südkoreanische Seefahrtsministerium mit. Dies hätten gerichtsmedizinische Tests ergeben. Vermutlich handele es sich um Schweineknochen. Kurz zuvor hatte ein Sprecher noch gesagt, dass die Fragmente vermutlich von "einem der vermissten Opfer" stammten.

Das Wrack der "Sewol" war vergangene Woche in einer aufwäendigen Aktion aus dem Meer gehoben worden. Die Fähre war am 16. April 2014 in der Nähe der Insel Jindo vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Von den 476 Menschen an Bord kamen 304 ums Leben, darunter 250 Schüler.

Neun Todesopfer konnten bisher nicht geborgen werden. Es handelte sich um vier Schüler, zwei Erwachsene und ein Paar mit Kind. Um Gewissheit zu bekommen, hatten die Angehörigen der Vermissten die Bergung des 145 Meter langen und 6825 Tonnen schweren Schiffswracks erwirkt.

Die Knochenstücke zwischen 4 und 18 Zentimeter Länge wurden zusammen mit Schuhen und anderen Gegenständen auf dem Schwerlastschiff gefunden, auf das die "Sewol" gehoben worden war. Die Fragmente hatten sich demnach wahrscheinlich im Sand befunden, der aus einer Öffnung in dem Wrack auf das Transportschiff gelaufen war.

brt/AFP/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.