Shutdown im Nachbarland Kanadische Fluglotsen schicken Hunderte Pizzen an US-Kollegen

Geld bekommen sie keines, aber immerhin Pizza: Kanadische Fluglotsen haben ihren Kollegen aus dem Nachbarland ausgeholfen. Die US-Lotsen leiden unter dem Regierungsstillstand.


Bislang weigert sich US-Präsident Donald Trump, ein Haushaltsgesetz zu unterschreiben - Hunderttausende Mitarbeiter von Regierung und Bundesbehörden bekommen daher kein Geld. So auch die Fluglotsen.

Das hat die kanadischen Kollegen zu einer Solidaritätsgeste bewogen. Sie ließen den Lotsen im Nachbarland Hunderte Pizzen zukommen, wie mehrere Medien berichteten. Bilder der Aktion kursierten im Netz.

Die Idee ist in Edmonton, Alberta, entstanden, wie Peter Duffey, Präsident des Berufsverbandes der kanadischen Fluglosten dem Sender CNN sagte. Die Lotsen dort arbeiteten eng mit den Lotsen aus Anchorage, Alaska, zusammen.

Viele Kollegen entlang der Grenze seien dem Beispiel gefolgt. Seit Donnerstag seien mehr als 350 Pizzen an 49 Standorte überall in den USA geschickt worden. Die US-Controller dankten den Kanadiern zum Teil auf "sehr, sehr herzerwärmende Weise", sagte Duffey. So hätten sich US-Piloten, die im kanadischen Luftraum unterwegs waren, per Funk gemeldet und den Dank der US-Lotsen ausgerichtet.

Die Haushaltssperre in den USA hatte am 22. Dezember begonnen. Hintergrund des Shutdowns ist der Streit zwischen Präsident Donald Trump und den oppositionellen Demokraten über die Finanzierung einer Mauer an der Südgrenze der Vereinigten Staaten.

jpz



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.