Sierra Leone 600 Menschen werden nach Erdrutsch vermisst

Einen Tag nach dem schweren Erdrutsch und Überflutungen in Sierra Leone bergen Rettungskräfte immer mehr Tote, Hunderte Menschen werden noch vermisst. Das Rote Kreuz befürchtet den Ausbruch von Seuchen.


Nach dem schweren Erdrutsch in Sierra Leone werden noch 600 Menschen vermisst. Die Rettungsarbeiten dauerten an, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Freetown, Sam Gibson. Die Rettungskräfte haben etwa 400 Leichen geborgen. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Toten weiter steigt.

Die Katastrophe in dem westafrikanischen Land hatte sich am Montagmorgen in der Nähe Freetowns ereignet. Die meisten Opfer wurden im Schlaf von der Schlammlawine überrascht. Dutzende Häuser wurden von den Erdmassen verschüttet. In der Ortschaft Regent brach ein Teil eines Hügels ab, ganze Stadtviertel standen unter Wasser.

Präsident Ernest Bai Koroma forderte die Anwohner auf, die betroffene Ortschaft Regent und die überfluteten Gegenden rund um Freetown zu verlassen, damit die Rettungskräfte ungehindert nach Überlebenden suchen könnten. Den Betroffenen solle in Rettungszentren geholfen werden, die in der ganzen Stadt errichtet würden, sagte Koroma.

Das Rote Kreuz äußerte die Befürchtung, dass Seuchen wie Cholera und Typhus ausbrechen könnten. Oft ist nach solchen Naturkatastrophen verschmutztes Trinkwasser die Ursache für Krankheiten.

ehh/Reuters/dpa/AP



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