Sierra Leone Schürfer finden erneut Riesen-Diamanten

Bald soll in New York der rekordverdächtige 709-Karat-Diamant aus Sierra Leone versteigert werden. Nun haben Minenarbeiter in dem westafrikanischen Land erneut ein enormes Exemplar gefunden.


In Sierra Leone ist abermals ein großer Diamant ausgegraben worden. Ein Minen-Unternehmen habe den 476 Karat (95,3 Gramm) schweren Stein am Samstag in der Provinz Kono entdeckt, sagte Sahr Wonday, der Chef der Nationalen Mineralienbehörde. Der Wert des Fundes konnte auf Anhieb noch nicht beziffert werden.

Die Regierung des westafrikanischen Landes erlaubte dem Schürf-Unternehmen Meya den Export des Steins, um ihn im Ausland versteigern zu lassen. Behördenchef Wonday bewertete den Fund als "beachtlichen Hinweis auf das Potenzial der Bodenschätze" in der Region.

Erst im März war in derselben Provinz ein noch größerer Diamant gefunden worden: Der 709-Karat-Stein war der größte derartige Fund seit Jahrzehnten, insgesamt könnte er unter den größten 10 bis 15 jemals gefundenen Diamanten rangieren.

709-Karat-Diamant (Archiv)
REUTERS

709-Karat-Diamant (Archiv)

Eigentlich sollte der Edelstein im Mai in Sierra Leone versteigert werden - das Höchstgebot von 7,7 Millionen Dollar war der Regierung in Freetown allerdings zu wenig. Im Dezember soll er daher in New York versteigert werden.

Sierra Leone ist reich an Diamanten, doch die wertvollen Steine wurden dem Land auch schon zum Verhängnis: In den neunziger Jahren waren der Schmuggel der sogenannten Blutdiamanten ein entscheidender Faktor im Bürgerkrieg.

hut/AFP



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