Silvesterunfälle Rakete trifft Fünfjährige am Kopf - schwer verletzt

Ein Geschoss aus einer Feuerwerksbatterie hat ein Mädchen in Bayern in der Nacht am Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Das Kind erlitt eine Hirnblutung und liegt im Koma. In Polen starb ein Mann, nachdem eine selbstgebastelte Rakete explodiert war.


Neutraubling - Nach Polizeiangaben hatte ein 31-jähriger Mann vor seinem Haus im bayerischen Neutraubling eine Raketenbatterie mit zwölf Schüssen auf einem Gartentisch abgestellt. Unmittelbar nach der Zündung fiel die Batterie um und die Geschosse flogen unkontrolliert umher. Ein Geschoss traf die Fünfjährige, die gerade mit ihren Eltern vor das Haus getreten war, am Kopf. Das Kind erlitt eine Hirnblutung und wurde im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt. Nach einer Notoperation war der Zustand des Kindes stabil.

Im Westen Polens ist ein 18-jähriger Mann in der Silvesternacht bei einem Unfall mit einem selbst gebastelten Feuerwerkskörper ums Leben gekommen. Ein Gleichaltriger und ein 15-jähriges Mädchen hätten Verletzungen erlitten, berichtete heute der polnische Rundfunk. Die Silvesterrakete explodierte den Männern in den Händen, als sie diese in der Garage eines Einfamilienhauses kurz vor Mitternacht für den Abschuss vorbereiteten. Das Mädchen wurde auf der Straße durch die Splitter getroffen.

In der Wiener Innenstadt hat der Leichtsinn unbekannter "Feuerwerker" fast zu einer Katastrophe geführt. Nach Angaben der Polizei hatten kurz vor Mitternacht vier Menschen vor einem Haus Raketen aus Flaschen abgeschossen. Einer der Feuerwerkskörper landete in einer Wohnung und setzte sie in Brand. Die Feuerwehr musste insgesamt 20 Menschen, darunter ein Baby, mit Feuerleitern aus mehreren Wohnungen des Hauses retten. Zehn Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Eine Hauskatze verbrannte.

ffr/dpa



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