Singapur "Tropischer Eisbär" Inuka ist tot

Inuka war der erste Eisbär, der in einem tropischen Land auf die Welt kam. Seine Haltung in einem so warmen Land erregte Kritik. Nun ist der Bär gestorben.

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Inuka aß am liebsten Lachs; die Tierpfleger sagten der BBC auch, dass er "Hydromassagen unter seinem Wasserfall" genoss. Er sei frech gewesen, seine Zahnbürste habe er vor dem Team versteckt.

Nun ist der Eisbär tot. "Schweren Herzens haben wir uns von unserem geliebten Polarbär Inuka verabschiedet", heißt es in einem Statement auf der Seite des Zoos in Singapur.

Sein Gesundheitszustand habe sich trotz medizinischer Behandlung verschlechtert. "Wir wollten Inuka so lange wie möglich bei uns behalten, aber unsere größte Verantwortung ist sein Wohlergehen", sagte ein Sprecher des Betreibers "Wildlife Reseves". Inuka ist laut BBC der erste Polarbär, der in einem tropischen Land geboren wurde.

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Inukas Tod: "Einzigartige Ikone"

Inuka litt jahrelang an altersbedingten Krankheiten wie Arthritis, Zahnproblemen und Infektionen im Ohr. Gelenkprobleme machten es ihm laut BBC außerdem schwer, zu laufen. Der Bär wurde 27 Jahre alt, was einem menschlichen Alter von 70 Jahren entspricht.

Sein Fell war grün gefärbt - laut dem Zoo lag das an Algen, die sich auf ihm angesiedelt hatten. BBC berichtete 2004, dass das Fell der Bären mit Hydrogenperoxid gefärbt worden sei, um wieder weiß auszusehen.

Kritik von Tierschützern

Dass ein Eisbär in einem Land gehalten wurde, in dem es selten kühler als 25 Grad ist, sorgte für Kritik. Zwar lebt der Bär laut BBC in einem gekühlten Gehege.

Trotz des klimatisierten Käfigs sei das heiße Klima eine Herausforderung, kritisierten Tierschützer. Außerdem fehle dem Bär die Weite, die er von seinem natürlichen Habitat gewohnt sei. Der Zoo hat angekündigt, keine neuen Polarbären mehr halten zu wollen.

Seinen Tod kommentierten Hunderte Nutzer auf der Facebookseite des Zoos. "Auf Wiedersehen Inuka, du wirst uns fehlen", schrieb einer.

jpz/Reuters

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