Britische Armee Soldatin bringt Kind in afghanischem Nato-Camp zur Welt

Mutterglück im Kriegsgebiet: In der umkämpften afghanischen Provinz Helmand hat eine britische Soldatin einen Jungen zur Welt gebracht. Die Armee habe von der Schwangerschaft nichts gewusst, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ihr Lager war kürzlich von den Taliban angegriffen worden.


Hamburg - Es ist mal eine andere Nachricht aus dem Krisengebiet Afghanistan: Eine britische Soldatin hat im Nato-Camp Bastion in der umkämpften Provinz Helmand einen Jungen zur Welt gebracht. Mutter und Kind seien einen Tag nach der Geburt "in einem stabilen Zustand", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in London. Sie bekämen im Feldkrankenhaus "die bestmögliche Behandlung". Es solle nun ein Ärzteteam eingeflogen werden, bevor Mutter und Kind nach Großbritannien zurückfliegen könnten.

Die Armee habe nichts von der Schwangerschaft der Frau gewusst, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es sei "nicht militärische Praxis", schwangere Frauen in Einsätze zu schicken. Das Baby sei am Dienstag zur Welt gekommen.

Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" wusste die Soldatin nichts von ihrer Schwangerschaft. Die von den Fidschi-Inseln stammende Frau sei sich ihres Zustands erst gewahr geworden, als sie wegen anhaltender Bauchschmerzen einen Arzt aufgesucht habe. Die Frau sei in der 34. Schwangerschaftswoche gewesen, schreibt der "Telegraph".

Das Camp Bastion war erst in der Nacht auf Samstag von radikalislamischen Taliban angegriffen worden. Bei der Attacke wurden zwei US-Soldaten getötet. Die Angreifer waren mit Schusswaffen, Raketen und Sprengstoffwesten ausgerüstet. In dem Nato-Camp ist derzeit auch Prinz Harry stationiert.

hut/AFP

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eisbaerchen 20.09.2012
1. Auf Tuvalu ist
Zitat von sysopMutterglück im Kriegsgebiet: In der umkämpften afghanischen Provinz Helmand hat eine britische Soldatin einen Jungen zur Welt gebracht. Die Armee habe von der Schwangerschaft nichts gewusst, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ihr Lager war kürzlich von den Taliban angegriffen worden. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,856880,00.html
eine Kokosnuss ohne jeden ersichtlichen Grund vom Baum gefallen, hat aber niemanden verletzt...meine Güte, was für eine wichtige Meldung die man der Welt unbedingt mitteilen muss. Spon nährt sich asymptotisch dem Bild-Niveau...
pömpel 20.09.2012
2. optional
"Die Armee habe nichts von der Schwangerschaft der Frau gewusst," "Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" wusste die Soldatin nichts von ihrer Schwangerschaft." und ich dachte immer Schwangerschaften gehen einher durch Vergrößerung des Bauchumfanges und des Busens
dieterdax 20.09.2012
3.
Mag mir jemand erklären, wie es möglich ist, ein Kind zur Welt zu bringen in einem Armee-Camp, ohne dass das Umfeld ("die Armee") vorher etwas von der Schwangerschaft bemerkt haben will? Sagt man dann im achten Monat "Ich habe Gewichtsprobleme"? Wird da niemand misstrauisch, wenn eine Frau in ein paar Monaten auf den doppelten Umfang anwächst??
Europa! 20.09.2012
4. Herzlichen Glückwunsch!
Zitat von sysopMutterglück im Kriegsgebiet: In der umkämpften afghanischen Provinz Helmand hat eine britische Soldatin einen Jungen zur Welt gebracht. Die Armee habe von der Schwangerschaft nichts gewusst, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ihr Lager war kürzlich von den Taliban angegriffen worden. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,856880,00.html
Schön, dass es auch noch gute Nachrichten aus diesem scheußlichen Land gibt! Trotzdem: Holt unsere Soldaten nach Hause!
hundini 20.09.2012
5. ^^
Zitat von pömpel"Die Armee habe nichts von der Schwangerschaft der Frau gewusst," "Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" wusste die Soldatin nichts von ihrer Schwangerschaft." und ich dachte immer Schwangerschaften gehen einher durch Vergrößerung des Bauchumfanges und des Busens
Gibt es eigentlich Mutterschutzurlaub im Krieg? xD.
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