Loch in Außenwand Passagier soll aus Flugzeug geschleudert worden sein

Mit einem Loch in der Außenwand musste ein Flugzeug in Somalia notlanden. Ein Passagier soll zuvor auf dramatische Weise ums Leben gekommen sein.

Awale Kullane

Bei der Explosion in einem Passagierflugzeug in Somalia ist möglicherweise ein Mann aus der Maschine geschleudert und getötet worden. Davon gingen somalische Experten aus, erklärte ein ranghoher Beamter in Mogadischu. Die beim Ort Bal'ad, rund 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt aufgeschlagenen Körperteile sollten nun identifiziert werden.

Offizielle Angaben dazu gibt es bisher nicht. Die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters zitieren namentlich nicht genannte Behördensprecher.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen in der US-Regierung berichtete, halten US-Ermittler eine Bombe für wahrscheinlich. Auch der serbische Pilot sprach von einer Bombe. Bisher ist nicht bekannt, dass sich eine Gruppierung zu einem Anschlag bekannt hätte.

Notlandung in Mogadischu

In der Maschine der Fluggesellschaft Daallo Airlines aus dem ostafrikanischen Dschibuti war am Montag nach dem Start in Mogadischu ein Feuer ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben wurden zwei der mehr als 70 Passagiere verletzt. Fotos örtlicher Webseiten zeigten ein Loch in der Maschine oberhalb des rechten Flügels. Der Pilot konnte die Maschine in Mogadischu notlanden.

Nach Angaben eines Flughafenvertreters verlief dieses Manöver weitgehend glimpflich. Viele Passagiere hätten allerdings einen völlig verängstigten Eindruck gemacht. Auf einem Video in sozialen Medien ist zu sehen, wie Sauerstoffmasken von der Decke hingen, während Passagiere sich im hinteren Teil des Flugzeugs versammeln und von dort aus Fotos machen.

Der Flughafen von Mogadischu ist wie eine Festung gesichert. Er grenzt an einen Stützpunkt der insgesamt 22.000 Mann starken Truppe der Afrikanischen Union in Somalia. Sie unterstützt seit Jahren die schwache somalische Regierung im Kampf gegen die islamistischen Shabab-Rebellen.

sms/dpa/AFP/AP/Reuters



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