Sondersendung: ZDF sammelt nun doch Spenden für Flutopfer in Pakistan

Das ZDF hat auf die anhaltende Kritik reagiert und nimmt nun doch eine Spendensendung für Pakistan ins Programm. Nach jüngsten Schätzungen haben die Deutschen bislang rund 24 Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gespendet.

Swat-Tal: Zerstörtes Paradies Fotos
Hasnain Kazim

Mainz - Das ZDF strahlt nun doch am Donnerstag, 26. August, eine Informations- und Spendensendung zur Flutkatastrophe in Pakistan aus. Von 20.15 Uhr an berichten ZDF-Chefredakteur Peter Frey sowie die Moderatoren Theo Koll und Markus Lanz eineinhalb Stunden über die Lage im Land. Geplant sind Live-Schalten aus den betroffenen Gebieten und Diskussionen mit prominenten Gästen. Zuschauer können während der Sendung für die Opfer der Katastrophe spenden.

"Es geht uns nicht darum, vordergründig Spenden zu sammeln", sagte Frey. "Die schrecklichen Bilder aus Pakistan sind kein Stoff für eine Fernsehgala. Wir wollen über das Ausmaß der Katastrophe berichten und zeigen, wo die Hilfe ankommt und wo sie noch gebraucht wird." Nach Freys Angaben arbeitet das ZDF für die Sendung eng mit den Experten der Hilfsorganisationen zusammen.

Die ARD plant dagegen derzeit keine spezielle Spendensendung. Es werde im aktuellen Programm über das Thema berichtet, hieß es. Außerdem werde die nächste "Anne Will"-Talkshow am Sonntag ebenfalls das Thema Pakistan in den Fokus stellen.

In den vergangenen Tagen hatte es Kritik gegeben, die öffentlich- rechtlichen Sender widmeten sich zu wenig der Flutkatastrophe und dem Leid der Menschen.

Bislang 24 Millionen Euro an privaten Spenden eingegangen

Unterdessen wurden in Deutschland für die Flutopfer in Pakistan bislang 24 Millionen Euro gespendet. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei insgesamt 37 Hilfswerken und Spendenbündnissen. Damit habe die Spendenbereitschaft nach anfänglich großer Zurückhaltung nun erkennbar zugenommen, erklärte das Institut, das ein Spendensiegel für vertrauenswürdige Hilfsorganisationen vergibt.

Für die Opfer des schweren Erdbebens in Haiti im Januar hatten die Deutschen den Angaben zufolge im gleichen Zeitraum bereits 86 Millionen Euro und damit mehr als dreieinhalb Mal so viel gespendet. Die Bundesregierung stellte für die Flutopfer in Pakistan bislang 15 Millionen Euro Soforthilfe sowie weitere Mittel zur Verfügung.

kng/dpa/AFP

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Forum - Pakistan, Russland, Sachsen – ist der Klimawandel bereits spürbar?
insgesamt 694 Beiträge
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1. Hilfe für Alle?
jb_78 13.08.2010
Zitat von sysopSelbst die Uno hat in Pakistan erst ein Drittel der Flutopfer erreicht - das Flutunglück ist in seinen wahren Dimensionen noch gar nicht erfasst. Uno-Koordinator Manuel Bessler spricht im SPIEGEL-ONLINE-Interview über die Gefahr von Seuchen, vielen Toten und die fatale Rolle der Taliban. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,711795,00.html
Es macht sich eine Besorgnis breit über die Möglichkeit den Mernschen (ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse, Religion, etc.) zu helfen. Sind es doch Drohungen und evtl. schon Exekutionen der Helfer (Nachichtenlage ist nicht klar) die Hilfe ohne Genehmigung der "örtlichen Gewaltinhaber" an die Menschen weiterzuleiten. Einige Organisationen wie z. B. "Die Ärzte ohne Grenzen" haben sich bereits einverstanden erklärt nur noch zu behandeln wenn es genehmigt ist. Sei es auch nur der Ehemann/Besitzer eines weiblichen Menschen. Die Naturkatastrophe in eine Möglichkeit des Massenmordes durch Hilfeversagung durch Selektion seitens der Taliban und andere "religiöse Fanatiker" umzufunktionieren ist bisher Einmalig in dieser Form der Weltgeschichte.
2. Nein. Ihre "Einmaligkeit", wahrscheinlich nicht in diesem
karmamarga 13.08.2010
Zitat von jb_78Es macht sich eine Besorgnis breit über die Möglichkeit den Mernschen (ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse, Religion, etc.) zu helfen. Sind es doch Drohungen und evtl. schon Exekutionen der Helfer (Nachichtenlage ist nicht klar) die Hilfe ohne Genehmigung der "örtlichen Gewaltinhaber" an die Menschen weiterzuleiten. Einige Organisationen wie z. B. "Die Ärzte ohne Grenzen" haben sich bereits einverstanden erklärt nur noch zu behandeln wenn es genehmigt ist. Sei es auch nur der Ehemann/Besitzer eines weiblichen Menschen. Die Naturkatastrophe in eine Möglichkeit des Massenmordes durch Hilfeversagung durch Selektion seitens der Taliban und andere "religiöse Fanatiker" umzufunktionieren ist bisher Einmalig in dieser Form der Weltgeschichte.
Ausmass gab es schon einmal nach dem Tsunami in der indonesischen Provinz Aceh.
3. ,
oberteil 13.08.2010
Die ueberforderte Regierung und diese langbaertigen angeblichen Helfer sollten trotzdem niemanden daran hindern, dringend benoetigtes Geld für Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente zu spenden, den Opfern muss doch geholfen werden, die tragen doch keine Verantwortung fuer ihre katastrophale Lage.
4. Jetzt spenden!
N.Elias 13.08.2010
Unglaublich, wie hier alles in einen Topf geschmissen wird. Die Entwicklungshelfer wurden in Afghanistan ermordet, nicht in Pakistan. Afghanistan und Pakistan gleichzusetzen ist schon ziemlich daneben, auch wenn die Medien teilweise ein solches Bild zeichnen. Pakistan ist dann doch noch einen Tick sicherer, sofern die afghanische Grenze nicht allzu nah ist. Also, nicht blenden sondern spenden! Das Geld kommt bei den Menschnen an; auch bei den hungernden Frauen! http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php
5. Hilfe?
karrelgott500 13.08.2010
Hallo, wer Geld für Atomraketen hat braucht keine Hilfe. Zumindest darf man nicht rummjammern. Punkt aus.
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