Tierquälerei in South Carolina "Was Luke angetan wurde, ist äußerst unmenschlich"

Er war so verwahrlost, dass er sein eigenes Bein ankaute. Im US-Bundesstaat South Carolina wurde ein Hund gefunden, der fast verhungert wäre. Tierretter sind über das Verhalten seiner Besitzer entsetzt.


Sein Körper hatte sich in einem Kabel verfangen, vollkommen abgemagert stand er im Garten eines Paares: Im US-Bundesstaat South Carolina haben Polizisten einen Hund gerettet. Dieser habe so lange vor der Tür seiner Besitzer ausharren müssen, dass er sein rechtes Hinterbein angefressen habe, berichten mehrere amerikanische Medien.

"Ich sah einen sehr dünne deutsche Dogge mit einer Verletzung am rechten Hinterbein", sagte ein Polizist zum TV-Sender FOX Carolina. Als er sich dem Tier näherte, bemerkte er, dass die Hälfte des Beines fehlte.

Die Polizisten befragten dessen Besitzer, Jessica Kathleen James and Skylar Lane Craft, zu dem Fall. Doch das Paar habe unterschiedliche Aussagen getätigt. Sie stimmten weder überein, wie lange der Hund sich draußen aufgehalten habe, noch wie lange er bereits verletzt gewesen sei.

Sie hätten seine Verletzungen aber Zuhause behandeln wollen, um Kosten für den Tierarzt zu sparen, sagten James und Craft den Polizisten. Für das Paar hat die mutmaßliche Vernachlässigung nun ein Nachspiel.

James und Craft wurden kurzzeitig festgenommen. Ihnen soll wegen Tierquälerei der Prozess gemacht werden. Nach einer Kautionszahlung von 5000 Dollar pro Person sind die beiden vorerst auf freiem Fuß.

Für den Hund, den das Paar Lucifer rief, beginnt nun ein neues Leben. Aktuell wird er in der Rettungsstation "Arche Noah", die sich um misshandelte Tiere kümmert, gepflegt.

Luke, so sein neuer Name, sei so erschöpft, dass es nur schwer vorstellbar sein, dass das Tier zwei Schritte laufen könne, schrieb die Vorsitzende der Organisation, Jennifer Smith, auf deren Facebookseite. "Ich habe viele kranke Hunde gesehen. Aber was Luke angetan wurde, ist äußerst unmenschlich."

Luke leide unter großen Schmerzen, schrieb Smith weiter. Zudem sei sein Bein stark entzündet. Um sein Leben zu retten, werde man sein Bein amputieren müssen.

Im Video: Verwahrloste Hunde, verletzte Schwäne: Unterwegs mit Tierrettern

SPIEGEL TV

Damit Luke "den schrecklichen Albtraum" überlebt und sie ihm weiter helfen können, bitten die Tierretter um Spenden. Luke sei ein fabelhafter Hund, schrieb Jennifer Smith, der niemals in dieser scheußlichen Situation hätte landen dürfen.

sen

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