Kollision nahe Barcelona Zugunglück in Spanien - eine Tote, etwa hundert Verletzte

In Katalonien sind zwei vollbesetzte Regionalzüge kollidiert, mitten im Berufsverkehr. Eine Frau kam ums Leben, Dutzende Menschen erlitten Verletzungen.

SUSANNA SAEZ/ EPA-EFE/ REX

Bei einem Zugunglück im Nordosten Spaniens ist eine Frau ums Leben gekommen. Etwa hundert weitere Menschen zogen sich laut offiziellen Angaben Verletzungen zu, als in der Nähe von Barcelona im Berufsverkehr am Freitagabend zwei Regionalzüge frontal zusammenstießen.

Wie die Regionalregierung von Katalonien mitteilte, gab es vier Schwerverletzte. 65 Menschen wurden unverletzt aus den Zügen geborgen. Bei der Toten handelt es sich demnach um die 26 Jahre alte Fahrerin einer der beiden Züge. Das Unglück ereignete sich gegen 18.20 Uhr zwischen den Gemeinden Sant Vicenç de Castellet und Manresa knapp 50 Kilometer nordwestlich von Barcelona.

Die Ursache ist noch unklar, die Betreibergesellschaften leiteten eine Untersuchung ein. Nach Angaben des katalanischen Verkehrsministers Damià Calvet waren beide Züge irrtümlich auf demselben Gleis gefahren. Ein Sprecher der Regionalregierung sagte: "Alles deutet auf ein Signalproblem hin."

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Zugunglück in Spanien: Kollision bei Barcelona

Einige Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. Feuerwehr, Polizei und Ärzte waren am Abend laut amtlichen Angaben im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen.

Erst im November war ein Fahrgast ums Leben gekommen, als ein Zug der katalanischen S-Bahngesellschaft Rodalies zwischen Terrassa und Manresaaus den Gleisen sprang. Es gab fast 50 Verletzte. Bei einem weiteren Zugunfall in Barcelona wurden im Sommer 2017 mehr als 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Damals krachte eine S-Bahn im Bahnhof França im Zentrum der Metropole gegen einen Prellbock am Bahnsteigende.

mxw/dpa/AFP



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