Billigflieger Ryanair-Maschine entging nur knapp dem Absturz

Eine Maschine der irischen Billigfluglinie Ryanair ist im September nur knapp einer Katastrophe entgangen. Nach SPIEGEL-Informationen drohte die Boeing 737 beim Landeanflug auf den Flughafen Memmingen abzustürzen. Die Piloten probierten wegen Zeitdruck offenbar ein anderes Anflugmanöver aus.

Ryanair-Maschine auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn (Archivbild): "Schwere Störung"
DPA

Ryanair-Maschine auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn (Archivbild): "Schwere Störung"


Hamburg - In Deutschland ist es in diesem Jahr zu einem Beinahe-Absturz einer Maschine des irischen Billigfliegers Ryanair gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach SPIEGEL-Informationen bereits am 23. September dieses Jahres beim Anflug einer Boeing 737 auf den Airport Memmingen.

Die Maschine mit 141 Menschen an Bord kam aus Manchester. Etwa sieben Kilometer vom Flugplatz entfernt bemerkten die Piloten, dass sie in einer Höhe von 140 Metern viel zu schnell sanken. Ihnen gelang es gerade noch, den Jet nach oben zu ziehen. Laut den Flugschreiberdaten ertönte im Cockpit um 16.39 Uhr und 42 Sekunden die automatische Warnstimme "Terrain, Terrain. Pull up".

Das Anflugmanöver gestaltete sich offenbar chaotisch. Die Piloten hatten offensichtlich den Autopiloten mit einer falschen Höhenangabe programmiert. Die Maschine fiel zwischenzeitlich mit einer Sinkrate von fast 1000 Metern pro Minute gen Boden. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig stufte den Vorfall als "schwere Störung" ein.

Der Pilot gibt an, unter Zeitdruck gestanden zu haben. Um eine knapp 30-minütige Verspätung aufzuholen, habe man sich dazu entschieden, die Landebahn von einer anderen Richtung als geplant anzufliegen. So wollte man am Boden Zeit beim Rollen zum Gate sparen.

Ryanair ist bereits wegen des Vorwurfs von Sicherheitsmängeln unter Druck. Im Juli war der Billigflieger nach mehreren Notlandungen in die Kritik geraten. Im September kam es in Spanien zu weiteren Zwischenfällen. Spanische Ermittler nahmen die Fluggesellschaft daraufhin ins Visier. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte sich vehement gegen den Vorwurf von Sicherheitsmängeln zur Wehr gesetzt.

mmq

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insgesamt 118 Beiträge
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mark-1971 08.12.2012
1. Einschüchterungsversuch...
neben dem genannten Vorfall versucht Ryanair auch unliebsame Berichterstattung und Kommentare über diesen Vorfall zu verhindern - siehe folgenden Link: http://www.avherald.com/h?article=45a1cb11&opt=0
schandmaul1000 08.12.2012
2. Müssen erst 100&mehr Fluggäste sterben
bevor dem Irischen Menschenschinder und Gierhals das Handwerk gelegt wird ?
kritischergeist 08.12.2012
3. SPON war auch schon mal aktueller
Sowas kommt öfter mal vor. Piloten sind auch Menschen und für solche Fälle gibt es das Bodenradar das dann Warnhinweise gibt.
schandmaul1000 08.12.2012
4. Für billig billig brennen in Asien die Menschen
und in Europa fallen sie dafür bald vom Himmel.Halleluja gelobt sei was billig ist und am Ende den Sargdiscount.
Zapallar 08.12.2012
5.
Zitat von sysopDPAEine Maschine der irischen Billigfluglinie Ryanair ist im September nur knapp einer Katastrophe entgangen. Nach SPIEGEL-Informationen drohte die Boeing 737 beim Landeanflug auf den Flughafen Memmingen abzustürzen. Die Piloten probierten wegen Zeitdruck offenbar ein anderes Anflugmanöver aus. http://www.spiegel.de/panorama/spiegel-ryanair-maschine-entging-in-memmingen-nur-knapp-absturz-a-871784.html
Avherald, einer der bekannteste und einflussreichsten Flugunfalldatenbanken wurde genau wegen dieser Berichterstattung von Ryanair verklagt: News: The Aviation Herald under legal threat by Ryanair (http://avherald.com/h?article=45a1cb11&opt=1) ... was umsomehr zeigt, wie diese Airline tickt.
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