Tier macht Sachen Eisbär flieht durch Fenster

Eisbär-Warnschild in Spitzbergen
REUTERS

Eisbär-Warnschild in Spitzbergen


Schreck in der Morgenstunde: Offenbar angelockt von Essensdüften, ist ein Eisbär auf Spitzbergen in einen Vorratsraum eingedrungen. Als Wildhüter im Helikopter anrückten, trat er die Flucht an.

"Es bestehen gute Chancen, den König der Arktis an der Ostküste von Spitzbergen zu treffen", schreibt "Isfjord Radio" auf seiner Webseite. Genau diese Chance bekamen jetzt neun Touristen, die sich in der zur Unterkunft umgebauten Küstenfunkstelle eingemietet hatten.

Wie die Zeitung "Svalbardposten" am Sonntag berichtete, ist es einem Eisbären gelungen, in einen Vorratsraum der Anlage einzudringen. Gegen sieben Uhr hatte die örtliche Bahnhofsleiterin Malin Stark den ungebetenen Besuch entdeckt. "Das erste, was ich sah, war die zerstörte Tür", sagte sie der Zeitung. Dann habe sie gesehen, dass einige Säcke mit Essensabfällen durchwühlt worden waren. Kurz darauf habe sie Geräusche wahrgenommen und erkannt, dass der Bär noch in dem Schuppen war.

Gemeinsam mit dem Touristenführer habe sie besprochen, was zu tun sei. Sollte der Bär in Stress geraten und nicht mehr aus dem Gebäude herausfinden, könnte es gefährlich werden, so ihre Vermutung.

Mitarbeiter des Polarinstituts wurden zur Unterstützung gerufen. Als sie gegen 9.30 Uhr mit dem Hubschrauber des Gouverneurs anrückten, erschreckte sich der Bär offenbar sehr und kletterte aus dem Fenster des Schuppens. Die Anwesenden konnten aufatmen.

"Isfjord Radio" ist eine Küstenfunkstelle auf Kapp Linné, die ferngesteuert arbeitet. Sie wurde vor dem Zweiten Weltkrieg von den Sowjets errichtet, bei der Evakuierung Spitzbergens 1941 abgerissen und nach dem Krieg an gleicher Stelle als Radiosender wiederaufgebaut. Seit 2008 werden die Räumlichkeiten an Touristen vermietet.

ala

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4 Leserkommentare
noalk 03.06.2018
mozzihh 03.06.2018
Wilkzuujening 03.06.2018
doitwithsed 03.06.2018

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