Sri Lanka Hunderte Menschen nach Erdrutschen vermisst

Heftiger Monsunregen hat in Sri Lanka verheerende Erdrutsche ausgelöst. Tote wurden geborgen, etwa 300 Menschen werden vermisst.


Colombo - Der Süden Sri Lankas versinkt nach anhaltendem Monsunregen im Schlamm. Etwa 140 Häuser seien von den Erdmassen mitgerissen worden, mindestens 16 Menschen tot geborgen worden, sagte ein Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzes. Hunderte Soldaten beteiligen sich an der Suche nach Überlebenden, doch schwindet mit jeder Stunde die Hoffnung.

Laut Katastrophenschutzminister Mahinda Amaraweera ist das Gebiet um das Dorf Haldummulla betroffen, das etwa 192 Kilometer von der Hauptstadt Colombo entfernt liegt. Die Bewohner seien aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, viele hätten die Warnung jedoch ignoriert. "Wir befürchten, dass mehr als 100 Menschen gestorben sind", sagte der Minister.

"Ich war unter Schutt begraben, dann haben ein paar Leute mich rausgeholt … meine Mutter und meine Tante sind gestorben", berichtete eine verletzte Frau örtlichen Medien.

Laut Katastrophenschutz kam der Berghang gegen 7.45 Uhr Ortszeit (3.15 Uhr MEZ) ins Rutschen. Viele Straßen waren von Erdrutschen blockiert oder unterspült, so dass die Helfer Mühe hatten, mitsamt den Maschinen bis zur Unglückssiedlung vorzudringen. Dichter Nebel behinderte zusätzlich die Suche.

In Sri Lanka herrscht zweimal im Jahr Monsun. Das mit starkem Regen einhergehende Wetterphänomen kommt der Landwirtschaft zugute, sorgt aber zugleich immer wieder für Tod und Zerstörung. Im Juni kamen durch die Unwetter in und um die Hauptstadt Colombo mindestens 13 Menschen ums Leben.

ala/dpa/Reuters

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