Lawinengefahr in Österreich St. Anton nicht mehr mit dem Auto erreichbar

Nach heftigem Schneefall hat sich die Situation in St. Anton zugespitzt. Die Zufahrtstraßen wurden wegen Lawinengefahr gesperrt, die An- und Abreise für die Touristen ist kompliziert.

Lawinengefahr in Österreich (Symbolbild)
DPA

Lawinengefahr in Österreich (Symbolbild)


Der österreichische Wintersportort St. Anton am Arlberg ist wegen Lawinengefahr nicht mehr mit dem Auto erreichbar. Die Zufahrtsstraßen seien vorsorglich für den Verkehr gesperrt worden, teilte eine Sprecherin mit. Die Lawinenkommission tage stündlich, um die Lage jeweils neu zu beurteilen.

"Wir befinden uns derzeit in einer Ausnahmesituation", hieß es am Nachmittag auf der Website des Ortes. Die Situation habe sich wegen heftiger Schneefälle und Schneeverfrachtungen verschärft.

Insgesamt seien aktuell etwa 10.000 Touristen im Ort. "Viele sind recht glücklich und sitzen beim Après-Ski", sagte die Sprecherin. Unangenehm sei die Situation vor allem für die, die an- oder abreisen wollten. Sie könnten aber immerhin mit einem Shuttlezug, der zwischen St. Anton und Langen hin und her fährt, und anschließend mit dem Bus die Region verlassen.

Zuvor war der Bahnverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Landeck und St. Anton am Arlberg eingestellt worden. Damit sei auch der Bahnverkehr zwischen Österreich und der Schweiz betroffen, sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Bahnreisende müssen in Landeck in Busse umsteigen, die sie nach Bludenz in Vorarlberg bringen.

In der vergangenen Woche war der Schweizer Skiort Zermatt einige Tage wegen Lawinengefahr fast von der Außenwelt abgeschnitten und nur mit dem Hubschrauber erreichbar.

bbr/dpa

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