St. Peter-Ording Feuer zerstört Surfschule am Strand

Einsatz am Strand von St. Peter-Ording: In dem Nordseebad ist eine Surfschule abgebrannt. 50 Feuerwehrleute hatten keine Chance gegen die Flammen. Nun ermittelt die Polizei.

DPA

St. Peter-Ording - Nur noch einzelne Pfähle, ein paar Trümmer und ein roter Container sind übrig, ansonsten ist das Gebäude komplett niedergebrannt. Am Strand von St. Peter-Ording ist am frühen Morgen eine Surfschule in Flammen aufgegangen. Die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung konnten das auf Stelzen stehende Gebäude nicht retten. Aufnahmen einer am Strand installierten Webcam zeigten am Morgen das Ausmaß der Zerstörung, inzwischen ist die Kamera abgeschaltet.

Um 4.04 Uhr meldete ein Fischkutter den Brand, die Leitstelle Nord des Feuerwehrrettungsdiensts löste Alarm aus. Bei ihrer Ankunft identifizierten die Einsatzkräfte einen sogenannten Vollbrand und forderten Verstärkung an. "Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz, aber sie hatten keine Chance", sagte ein Sprecher der Leitstelle. "Aufgrund der Brandausbreitung und der langen Wasserversorgungsstrecken konnten sie das Gebäude nicht retten." Es hätte sehr lange gedauert, vom Festland Schläuche bis zu der am Strand stehenden Surfschule zu legen.

Bis kurz nach 8 Uhr seien die Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Brandursache ist noch nicht bekannt, die Polizei ermittelt. Den Schaden schätzte die Feuerwehr auf mehrere hunderttausend Euro.

Bei dem abgebrannten Gebäude handelt es sich nicht um einen traditionellen Pfahlbau, sondern um ein Haus auf einer Art Podest. Nach Angaben der Kurverwaltung sind in den Pfahlbauten, die zum Teil seit hundert Jahren bestehen, Gastronomiebetriebe untergebracht. Darüber hinaus gebe es auf dem bis zu zwei Kilometer breiten und zwölf Kilometer langen Strand einige Gebäude auf Podesten, wie die Surfschule, sowie Podeste für Strandkörbe und Toilettenhäuser auf Pfählen.

Die Pfahlbauten von St. Peter-Ording sind an der deutschen Küste einmalig. Im vergangenen Jahr feierten die hölzernen Konstruktionen 100-jähriges Jubiläum.

siu



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