Großangelegte Suche bei Stade Zwei Erntehelfer nach Bad in der Elbe vermisst

Eine großangelegte Suche nach zwei Erntehelfer in der Elbe bei Stade ist ohne Erfolg geblieben. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer ertrunken sind. In Sachsen kam in dem Fluss außerdem ein Zehnjähriger ums Leben.

Suche an der Elbe
Polizei Stade

Suche an der Elbe


Mit einem Großaufgebot haben Rettungskräfte bei Stade nach zwei vermissten Erntehelfern in der Elbe gesucht. Die beiden Männer im Alter von 23 und 25 Jahren seien Zeugenaussagen zufolge bei einem Bad im Fluss untergegangen und nicht wieder aufgetaucht, teilte die Polizei mit.

Ein dritter Mann kam den Angaben zufolge wieder an Land. In dem Fluss sei starke Strömung gewesen, berichtet die Lokalzeitung "Tageblatt". Insgesamt seien fünf Erntehelfer, die auf einem nahegelegenen Obsthof arbeiteten, in der Gemeinde Hollern-Twielenfleth zusammen am Fluss gewesen. Drei seien zum Baden in die Elbe gegangen.

Die Männer hätten im Wasser Faxen gemacht, berichteten Zeugen der Zeitung zufolge. Einer von ihnen kam demnach nach einiger Zeit wieder ans Ufer, zwei seien plötzlich verschwunden gewesen. Ihre an Land sitzenden Kollegen und zwei Angler wollen gesehen haben, dass die Männer untergetaucht sind, aber nicht wieder nach oben kamen, wie die Zeitung schreibt.

Rund hundert Rettungskräfte suchten laut Polizei danach die Elbe ab. Mehrere Taucher, elf Boote und ein Hubschrauber aus Hamburg waren demnach an dem Einsatz beteiligt. An sechs Stellen gingen laut "Tageblatt" Taucher ins Wasser, doch von den Vermissten habe jede Spur gefehlt. Nach drei Stunden sei der Einsatz abgebrochen worden. Polizei und Feuerwehr gehen davon aus, dass die Männer ertrunken sind.

Ebenfalls am Sonntag war ein Zehnjähriger beim Baden in der Elbe in Sachsen ertrunken. Der Junge war am Sonntagnachmittag in der Nähe eines Fähranlegers in Dresden ins Wasser gestiegen und wahrscheinlich von der Strömung mitgerissen worden, wie die Polizei mitteilte. Retter konnten den syrischen Jungen aus dem Fluss bergen und wiederbeleben, er starb jedoch später im Krankenhaus.

fok/dpa

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