Stadtrundflug in New York: Hubschrauber muss im Hudson River notlanden

Notwasserung: Großer Platsch im Hudson River Fotos
AP

Er verlor rasch an Höhe und plumpste ins Wasser: Ein Hubschrauber mit schwedischen Touristen ist bei einem Stadtrundflug in New York im Hudson River notgelandet. Der Vorfall weckt Erinnerungen an eine andere Notwasserung in dem Fluss.

New York - Wegen technischer Probleme ist ein Hubschrauber in New York unfreiwillig im Hudson River gelandet. An Bord waren vier schwedische Touristen - zwei Erwachsene und zwei Kinder - sowie der Pilot. Allen Insassen gehe es gut, teilte die New Yorker Feuerwehr per Twitter mit.

Der Helikopter gehört einem privaten Stadtbesichtigungsunternehmen. Der Hubschrauber war am Sonntagmittag (Ortszeit) von der Südspitze Manhattans aus zu einem Besichtigungsrundflug gestartet. Augenzeugenberichten war er für rund zwölf Minuten in der Luft, als er plötzlich rasch an Höhe verlor und dann mit einem großen Platscher in Höhe der 79. Straße im Hudson River aufsetzte.

"Der Pilot hat seine Sache großartig gemacht, wenn man bedenkt, dass sein Motor nicht mehr funktioniert hat", sagte der stellvertretende New Yorker Feuerwehrchef Thomas McKavanagh der "New York Daily News". Die fünf Insassen wurden unter anderem mit Hilfe von Seglern, die zufällig in der Nähe unterwegs waren, ans Ufer von Manhattan gebracht.

Der Hubschrauber des Fabrikats Bell 206 drohte nach Süden abzutreiben. Schwimmkörper verhinderten, dass er sank. Er sei dann mit einem Kran an Bord eines Schiffs gehievt worden, teilte die Feuerwehr mit. Ein Augenzeuge sagte der "New York Times", er habe dem Piloten zu der - angesichts der Umstände - sanften Landung gratuliert. Der Pilot habe allerdings geantwortet, sie hätte noch deutlich sanfter sein können.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an das "Wunder vom Hudson" im Jahr 2009. Damals musste ein Pilot einen Airbus A320 im Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Pilot Chesley "Sully" Sullenberger wurde anschließend als Held gefeiert.

ulz/dpa/AFP

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