Region Fukushima Starkes Erdbeben vor der Ostküste Japans

Ein Erdbeben hat die Region Fukushima erschüttert, eine Flutwelle von einem halben Meter erreichte Japans Küste. Berichte über Schäden gibt es bisher nicht. Die Arbeiter im havarierten Atommeiler wurden vorsorglich evakuiert.

Atomruine Fukushima Daiichi (Archivbild): Arbeiter evakuiert
REUTERS

Atomruine Fukushima Daiichi (Archivbild): Arbeiter evakuiert


Tokio - Vor der Ostküste Japans hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Die US-Erdbebenzentrale (USGS) gibt die Stärke mit 7,3 an, japanische Behörden sprachen zunächst von einer Stärke von 6,8. Später korrigierten auch sie den Wert auf 7,3 nach oben.

In der Region Fukushima hat eine Flutwelle die Küste Japans erreicht. Der Tsunami habe eine Höhe von 30 Zentimetern und sei um 3.07 Uhr Ortszeit eingetroffen, berichtete der japanische TV-Sender NHK. Die Tsunami-Warnung, die zuvor galt, sei am frühen Samstagmorgen Ortszeit aufgehoben worden. Die Bewohner an der Pazifikküste und die Arbeiter der Atomruine Fukushima Daiichi wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.

Laut NHK wurden von der Atomruine zunächst keine neuen Schäden oder veränderte Strahlenmesswerte gemeldet. Das bestätigte später am Abend der Betreiberkonzern Tepco, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Auch im heruntergefahrenen Atomkraftwerk Onagawa soll es keine Auffälligkeiten infolge des Bebens gegeben haben, meldet dessen Betreiberkonzern Tohoku Electric.

Laut USGS lag das Epizentrum in zehn Kilometern Tiefe vor der Ostküste Japans, 300 bis 350 Kilometer von größeren Städten wie Namie, Ofunato oder Yamoto entfernt.

In der Region hatte es im März 2011 nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem anschließenden Tsunami einen schweren Störfall im Atomkraftwerk Fukushima gegeben. Knapp 16.000 Menschen kamen bei dem Erdbeben und der Flutwelle ums Leben. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört, Zehntausende Menschen haben ihre Heimat verloren und mussten eine radioaktive Sperrzone um das AKW verlassen.

hut/bos/dpa/Reuters/AFP

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