Defekte Klimaanlagen IC bleibt liegen - zwei Passagiere kommen ins Krankenhaus

In Sachsen-Anhalt hat ein technischer Defekt einen Notarzteinsatz ausgelöst. Reisende saßen stundenlang in einem Intercity fest, manche mussten mit Leitern aus dem Zug befreit werden.

Einsatzkräfte am Intercity bei Stendal
DPA

Einsatzkräfte am Intercity bei Stendal


Wegen einer defekten Lok haben Bahnreisende mehrere Stunden lang ohne Klimaanlage in einem Intercity festgesessen. Fünf Passagiere mussten nach der Panne in Stendal von einem Notarzt betreut werden, sagte ein Bahnsprecher. Zwei der Patienten seien später stationär in ein Krankenhaus aufgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

Der Zug blieb auf dem Weg von Amsterdam nach Berlin gegen 13 Uhr wegen eines technischen Schadens im Norden von Sachsen-Anhalt liegen. Dadurch sei auch die Klimaanlage ausgefallen, sagte der Bahnsprecher. Feuerwehrleute halfen Patienten mit Kreislaufschwäche zum Teil mit Notleitern aus dem Zug.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn hatten zuvor bereits alle von den Gleisen abgewandten Türen des Zuges geöffnet, um frische Luft herein zu lassen. Zudem seien kostenlos Getränke verteilt worden, ergänzte der Sprecher. Eine Evakuierung des Intercitys sei an dieser Stelle der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Berlin jedoch nicht möglich gewesen.

Die Reisenden mussten deshalb auf eine Diesellok zum Abschleppen des Zuges warten, die gegen 15.15 Uhr eintraf. Wegen der Notarzteinsätze konnte der Zug aber erst um 16.30 Uhr weiterfahren und erreichte Berlin um kurz vor 18 Uhr.

Andere Züge auf der Strecke seien ebenfalls mit Verspätung angekommen, sagte der Bahnsprecher.

Getty Images
Wissen Sie, was ein Bahn-Kuss ist? Wie pünktlich ein Shinkansen ist? Und ob die Deutsche Bundesbahn wirklich mit Mondstaub zu scherzen wagte? Allerhöchste Eisenbahn für das SPIEGEL-ONLINE-Quiz. Volldampf voraus!

mxw/dpa



insgesamt 190 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
someoneunreal 18.07.2016
1.
Und das bei den Preisen... Man sollte den Laden echt dicht machen!
P.T. 18.07.2016
2. Uraltes Material
Ich hatte am Mi das Vergnügen die gleiche Zugverbindung Amsterdam-Berlin zu nutzen und war entsetzt, in welchem technischen Zustand sich die Wagen befanden. So erschein es beispielweise bei jeder Begegnung mit einem entgegenkommenden Zug so, als würden die Fenster durch den Zug fliegen, ganz schweigen von der grundsätzlichen Lärmkulisse im Wagen. Deutsche Bahn und Deutsce Bank - beides Unternehmen die völlig abgewirtschaftet haben.
Plasmabruzzler 18.07.2016
3. Türen öffnen
"Mitarbeiter der Deutschen Bahn hatten zuvor bereits alle von den Gleisen abgewandten Türen des Zuges geöffnet, um frische Luft herein zu lassen." Na hoffentlich wird denen diese Tat nicht zum Verhängnis. Es hätte ja theoretisch jemand aus dem Zug fallen können usw. Aber wenigstens hatte jemand Mumm, etwas gegen die fehlende Luftzufuhr zu unternehmen!
Aha!11!eins 18.07.2016
4.
Eine Evakuierung sei nicht möglich gewesen. Was ist wenn ein Feuer ausbricht, lässt man die Leute dann auch nicht raus?
goodcharlotte 18.07.2016
5. Fenster öffnen
Warum baut man teure Zuege, vergisst jedoch eine Vorrichtung, die Fenster oeffnen zu können? Selbst in Regionalzuegen besteht dieses Problem mittlerweile. Bislang herrschte dort Dank normaler Lueftung noch ein angenehmes Klima, während es in IC und ICE schon immer muffig roch und kalt war.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.