Zyklon "Evan" auf Fidschi: Mehr als 3500 Menschen fliehen in Rettungslager

Der schlimmste Zyklon der vergangenen Jahrzehnte hat die Fidschi-Inseln verwüstet: Tausende Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Knapp 2000 Touristen sitzen auf der Insel fest.

"Evan" wütet auf Fidschi: Mehr als 3500 Menschen in Rettungslagern Fotos
REUTERS/ Fiji Ministry of Information

Hamburg - Er riss Bäume und Strommasten aus und schleuderte Autos durch die Gegend: Mit 270 Kilometern pro Stunde fegte Wirbelsturm "Evan" über die Fidschi-Inseln im Südpazifik. Die Regierung hat die Bewohner dringend aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. "Ich kann nicht deutlich genug sagen, wie ernst dieser Sturm ist", sagte Premierminister Frank Bainimarama.

Mehr als 3500 Menschen mussten laut offiziellen Angaben aus ihren zerstörten oder überfluteten Häusern in eines der 200 Rettungslager fliehen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von 4500 Menschen ohne Obdach. Die Nachbarländer Australien und Neuseeland haben bereits Such- und Rettungskräfte nach Fidschi geschickt.

Das öffentliche Leben steht still: Straßen und Brücken sind nicht mehr befahrbar. Krankenhäuser wurden bis auf die Notaufnahmen komplett geschlossen, von dem Flughafen in der Touristenstadt Nadi starten keine Flugzeuge mehr. 1900 Touristen sitzen derzeit auf den Inseln fest.

Ums Leben kam nach offiziellen Berichten bisher niemand. Auf Samoa, wo "Evan" vergangene Woche wütete, waren vier Menschen getötet worden, zwölf werden noch immer vermisst. Laut der Zeitung "Fiji Times" drängte der Sturm ein Frachtschiff so ab, dass es auf Grund lief.

ade/Reuters/afp

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