Illegaler Tierhandel 114 Katzen- und Hundebabys aus Transporter gerettet

Käfige bis unter die Decke: Polizisten haben Dutzende junge Hunde und Katzen aus einem Transporter befreit. Ein Kätzchen hat die Nacht laut Medienberichten nicht überlebt.

Befreite Welpen im Stuttgarter Tierheim
DPA/ Tierschutzverein Stuttgart

Befreite Welpen im Stuttgarter Tierheim


114 Hunde- und Katzenbabys hat die Polizei aus einem Transporter auf der Autobahn in der Nähe von Stuttgart gerettet. Bis zur Decke stapelten sich die Käfige mit den Jungtieren, laut Angaben der Polizei.

Der Lastwagen, der sich auf dem Weg nach Spanien befand, wurde in ein Tierheim umgeleitet. Dort fanden die Tiere vorübergehend ein Zuhause. Eine Tierärztin erklärte die Tiere für nicht reisefähig. Die Impfpässe der Tiere wurden von den Mitarbeitern des Veterinäramts beschlagnahmt.

Alle 21 Katzenjunge und 93 Hundewelpen befanden sich nach Angaben des Tierheims in einem minderschlechten Gesundheitszustand: Durchfall, verklebte Augen, zum Teil sind sie unterernährt und stark traumatisiert. Die Stuttgarter Zeitung berichtete am Donnerstag, dass eines der Katzenbabys die Nacht nicht überlebt habe.

Tiere zu jung und krank für Transport

Der Tiertransporter stammte nach Polizeiangaben aus der Slowakei. Die fünf bis sieben Wochen alten Kätzchen und die Welpen, die zwischen fünf Wochen und fünf Monaten alt sind, seien für den Transport zu jung gewesen. Augenscheinlich sollten sie in Spanien verkauft werden.

Das Geschäft mit Welpen aus Osteuropa ist in den letzten Jahren gewachsen. Viele dieser Tiere stammen aus sogenannten Vermehrstationen in Osteuropa. Häufig werden sie im Internet von illegalen Händlern mit falschen Angaben angeboten. Der Handel mit Hunden machte unter dem Namen "Welpenmafia" Schlagzeilen.

Video: Das mafiöse Onlinegeschäft mit der Ware Hund

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