Flug MH370 Suche nach dem Wrack wird im September fortgesetzt

Die Suche nach der verschollenen Boeing der Malaysia Airlines vom Flug MH370 geht weiter. Ab September soll eine niederländische Firma den Indischen Ozean nach Wrackteilen absuchen.

Eine Maschine der Malaysia Airlines im Anflug: Flug MH370 erreichte nie sein Ziel
AFP

Eine Maschine der Malaysia Airlines im Anflug: Flug MH370 erreichte nie sein Ziel


Canberra - Fünf Monate nach dem Verschwinden der Boeing MH370 ist noch immer unklar, was mit dem Flugzeug passiert ist. Die Suche werde im September fortgesetzt, sagte der australische Premierminister Tony Abbott laut Nachrichtenagentur dpa.

Sein Stellvertreter Warren Truss hatte zuvor erklärt, Australien habe die niederländische Firma Fugro Survey mit der weiteren Suche im Indischen Ozean beauftragt. Zwei mit Fächer-Echolot, Videokameras und sogenannter Seitensicht-Sonartechnik ausgerüsteten Schiffe des Unternehmens sollen innerhalb von zwölf Monaten insgesamt 60.000 Quadratkilometer Ozean systematisch absuchen.

In der Region ist der Meeresboden bis zu 5000 Meter tief. Die Kosten für den Einsatz des Spezialunternehmens werden auf umgerechnet rund 36 Millionen Euro geschätzt.

Hacker sollen nach Angaben malaysischer Behörden Computer von Ermittlern angezapft und gestohlene Daten nach China geschafft haben. 30 Computer seien von Schadprogrammen infiziert worden, die mit einem vermeintlichen Zeitungsartikel über MH370 eingeschleust wurden, sagte der Chef der Agentur für Internetsicherheit, Amirudin Abdul Wahab, der Zeitung "Star". Er habe die internationale Polizeiagentur Interpol eingeschaltet.

Die Malaysia-Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Satellitensignale zeigten später, dass die Boeing noch stundenlang Richtung Süden flog. Sie dürfte im Indischen Ozean abgestürzt sein, als der Treibstoff ausging. Von dem Wrack fehlt aber noch jede Spur. Die erfolglose Suche war Ende Mai unterbrochen worden.

vet/dpa

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