Südafrika: Nilpferd stirbt kurz vor Rettung in Hotelpool

Drei Tage lang haben sich Tierschützer in Südafrika um die Rettung eines Nilpferdes aus einem Swimmingpool bemüht - vergeblich. Das Tier starb, kurz bevor es per Kran aus dem Becken gehievt werden sollte.

Nilpferd "Solly": Tod im Hotelpool Fotos
AP

Johannesburg - Am Ende war der Stress vermutlich zu groß: Ein Nilpferd, das sich in der südafrikanischen Provinz Limpopo in ein Hotel-Schwimmbecken verirrt hatte, ist tot. Das auf den Namen "Solly" getaufte Jungtier war seit Dienstag in dem Pool eines Safariparks nördlich von Johannesburg gefangen. "Solly" konnte dort schwimmen und tauchen, das Becken allerdings nicht aus eigener Kraft verlassen. Das Tier war auf der Flucht in den Pool gestürzt, nachdem ein Rivale es im Kampf um die Vormachtstellung aus der Herde gejagt hatte.

"Er war heute morgen nicht so munter wie sonst, er war aufgeregt, irritiert - wahrscheinlich, weil er aus dem Pool herauswollte", sagte die Safaripark-Managerin Ruby Ferreira. Das Nilpferd starb wenige Stunden bevor es betäubt und mit einem Kran aus dem Becken gehoben werden sollte. Tierschützer hatten bereits Wasser aus dem Pool gelassen und das Nilpferd immer wieder mit Wasser bespritzt. "Wir haben auf die Tierärzte gewartet und ich glaube, sie waren einfach ein wenig zu spät", sagte Ferreira.

Der zuständige Tierarzt wurde bei seinem Eintreffen gefragt, warum er nicht wie eigentlich geplant schon einen Tag zuvor gekommen sei. Er hätte das Tier nicht retten können, erklärte der Mann, weil es schon während des Machtkampfs in der Herde großem Stress ausgesetzt gewesen sei. Er habe den Besitzern der Lodge geraten, das Tier zu füttern, um es für die Rettungsaktion zu stärken.

Das Schicksal des vier Jahre alten Nilpferds bewegte viele Menschen in Südafrika. Fernsehsender berichteten live aus dem Safaripark in der Nähe der Kleinstadt Modimolle nördlich von Johannesburg.

wit/dpa/dapd

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