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Unwetter in Südfrankreich, Schweiz, Italien: In den Tod gerissen

Überschwemmungen in Südfrankreich und Schweiz: In den Tod gerissen Fotos
AFP

Überschwemmungen sorgten am Wochenende für tödliche Unglücke in Südfrankreich und der Schweiz: Mindestens sieben Menschen starben, einige ertranken in ihren Autos. Auch eine Familie ist unter den Opfern.

Montpellier - Sturzfluten haben am Wochenende mehrere Menschen in Südfrankreich und der Schweiz in den Tod gerissen. Schwere Unwetter hatten zu heftigen Überschwemmungen geführt.

In Südfrankreich starben an drei verschiedenen Orten fünf Menschen, als ihre Fahrzeuge von Wassermassen fortgerissen wurden. In den südfranzösischen Cevennen im Département Gard wurde das Auto einer vierköpfigen Familie auf einer überschwemmten Brücke von den Fluten erfasst und stürzte in den Fluss. Die Mutter ertrank zusammen mit ihren beiden ein und vier Jahre alten Kindern. Augenzeugen und Einsatzkräfte retteten den Vater, der einen Schock erlitt.

Etwas weiter nördlich wurde ein weiteres Auto von einem über die Ufer getretenen Fluss mitgerissen, als der Wagen eine Brücke passierte. Dabei kam ein etwa 50 Jahre alter Mann ums Leben. Im Département Lozère wurde am Samstag ein Rentner tot in seinem Wagen entdeckt, der 20 Meter weit von einer überfluteten Gebirgsstraße abgekommen war.

Während für vier andere südliche Départements am Freitag die Alarmstufe Orange ausgerufen worden war, hatte in Gard zunächst nur die Alarmstufe Gelb gegolten.

In der Schweiz wurde in der Nacht zum Samstag bei Lugano in der Region Tessin ein dreistöckiges Wohnhaus durch einen Erdrutsch zerstört. Zwei Menschen kamen nach Polizeiangaben ums Leben. Vier weitere konnten gerettet werden, von denen drei leichte Verletzungen davontrugen.

Die kräftigen Unwetter zogen nach Südostfrankreich und Italien weiter. Der Südosten Frankreichs ist in diesem Herbst schon von ungewöhnlich vielen starken Unwettern heimgesucht worden. Experten vermuten, die ungewöhnlich warmen Temperaturen des Mittelmeers könnten die Ursache sein. Bei den ersten Regenstürmen der Saison am 17. und 18. September waren sechs Menschen ums Leben gekommen.

lgr/dpa/AFP

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