Süditalien Falscher Priester taufte und rauchte

17 Jahre lang hat ein angeblicher Priester in Apulien Ehen geschlossen und Beichten abgenommen. Erst durch häufige Disko-Besuche fiel der Schwindel auf.


Alliste - Roberto Coppola, selbst ernannter Priester, hat seine Heimatgemeinde in Süditalien in Bedrängnis gebracht. Ohne je das Priester-Gelübde abgelegt zu haben, hatte er 17 Jahre lang Messen gehalten, Kinder getauft und in der Kirche Ehen geschlossen. Jetzt muss der Vatikan prüfen, ob die Ehen für ungültig erklärt werden.

Der Betrug flog durch den allzu weltlichen Lebenswandel "Padre Robertos" auf, berichteten italienische Zeitungen am Samstag. Die Bewohner in der 8000-Seelen-Gemeinde Alliste in Apulien wunderten sich über die häufigen Disko-Besuche ihres Pfarrers. "Er ist schon ein merkwürdiger Typ, der im Geheimen raucht und trinkt", meinte ein Gemeindemitglied, "aber sonst ist er ein ehrbarer Mann."



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