Südkorea Inferno in der U-Bahn – über 130 Tote

Ein Mann hat in der südkoreanischen Stadt Taegu einen Brandanschlag auf einen U-Bahn-Zug verübt. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei mindestens 134 Menschen getötet und über 135 verletzt. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter ansteigt, denn viele Fahrgäste werden noch vermisst.


Taegu: Rettungswagen verlassen den Unglücksort
REUTERS

Taegu: Rettungswagen verlassen den Unglücksort

Taegu - Nach Angaben der Rettungsdienste werden noch 99 Personen vermisst. Beim Ausbruch des Feuers hätten sich bis zu 600 Menschen in dem Zug befunden, berichtete der Fernsehsender YTN. Die Bergungsarbeiten dauern noch an.

Der 46-jährige mutmaßliche Täter wurde verhaftet. Er hatte offenbar versucht, in einem Waggon einen mit Brandbeschleunigungsmittel gefüllten Milchkarton anzuzünden. U-Bahn-Gäste versuchten den Angaben zufolge, ihn davon abzuhalten. Dabei gab es eine Explosion. Ein Feuer brach aus, bei dem auch der Tatverdächtige verletzt worden sein soll. Was das Motiv für den Anschlag war, ist noch unklar.

Große Rauchwolken strömen aus dem U-Bahn-Schacht
AP

Große Rauchwolken strömen aus dem U-Bahn-Schacht

Taegu ist die drittgrößte Stadt Südkoreas und war einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Die Stadt liegt im Südosten des Landes und hat nur eine U-Bahn-Linie, die durch das Zentrum führt.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.