Supertaifun über Hongkong "Usagi" richtet schwere Verwüstungen an  

Hunderte Flüge wurden gestrichen, 50.000 Rettungskräfte sind vor Ort: Supertaifun "Usagi" hat im Süden Chinas schwere Verwüstungen angerichtet, mindestens 25 Menschen kamen ums Leben. Betroffen ist auch die Finanzmetropole Hongkong.


Hongkong - Supertaifun "Usagi" hat das chinesische Festland erreicht und Medienberichten zufolge mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen. Der in dieser Region bislang schwerste Sturm des Jahres fegte am späten Sonntagabend über die Finanzmetropole Hongkong hinweg und richtete auch auf dem Festland schwere Schäden an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern in der Stunde brauste "Usagi" über das Land und zerstörte Häuser, Brücken und Strommasten.

Allein in der Stadt Shanwei in der südchinesischen Provinz Guangdong starben 13 Menschen in Folge des Sturms, wie örtliche Fernsehsender berichteten. Insgesamt meldeten chinesische Behörden 25 Sturmopfer. Nach offiziellen Angaben waren zuvor mehr als 80.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. 50.000 Rettungs- und Einsatzkräfte sollen vor Ort sein.

Hunderte Flüge wurden gestrichen, Fähr- und Zugverbindungen in Hongkong fielen aus. Auch die Börse in der Stadt blieb vorerst geschlossen. Todesopfer wurden für Hongkong offenbar keine gemeldet, der Regierung zufolge gab es allerdings acht Verletzte, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Neun Tote durch umstürzende Bäume

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Tropischer Wirbelsturm: Taifun "Usagi" legt öffentliches Leben lahm
Auf dem Weg zum chinesischen Festland hatte "Usagi" Taiwan und die Philippinen nur knapp verfehlt, trotzdem gab es in beiden Ländern Todesopfer. Auf den Philippinen kamen acht Menschen bei Schlammlawinen und durch Überschwemmungen ums Leben. In Taiwan wurden insgesamt neun Menschen durch umstürzende Bäume erschlagen.

Vor der Ankunft des Sturms hatten die Behörden in China die höchste Alarmstufe ausgerufen. Zehntausende Fischerboote waren in die Häfen zurückgerufen worden. Vier der sechs Reaktorblöcke des Dayawan Atomkraftwerks in Guangdong wurden vorsichtshalber auf eine niedrigere Auslastung heruntergefahren.

"Usagi" ist der bislang stärkste Tropensturm des Jahres im Westpazifik. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde in China soll sich der Taifun auf seinem Weg nach Nordwesten abschwächen.

rls/Reuters/AP

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