Taiwan: Klinik transplantiert Organe von HIV-Infiziertem

Gefährliches Versehen: In Taiwan hat ein Krankenhaus fünf Patienten die Organe eines verstorbenen HIV-Infizierten eingepflanzt. Die Betroffenen werden nun vorsorglich behandelt.

Taipeh - Ein renommiertes Krankenhaus in Taiwan hat nach eigener Aussage fälschlicherweise fünf Organe eines HIV-Infizierten transplantiert. Die fünf betroffenen Patienten würden nun mit Medikamenten behandelt, teilte ein Vertreter der nationalen Universitätsklinik in Taipeh am Montag mit.

Ein Mitarbeiter habe fälschlicherweise verstanden, der HIV-Test des Spenders sei "non-reactive", also negativ. Doch das Gegenteil war der Fall. Diese Information sei über das Telefon weitergegeben und nicht wie vorgeschrieben nochmals überprüft worden, hieß es am Wochenende auf der Website der Klinik.

Die Gesundheitsbehörde ermittle wegen eines "kriminellen Ärztefehlers", sagte ein Sprecher am Sonntag. In dem tragischen Fall hatte die Familie eines 38-Jährigen, der wenige Tage zuvor tödlich gestürzt war, dessen Organe zur Transplantation freigegeben. Transplantiert wurden Leber, Herz, Lunge und Nieren.

hut/dpa/AP/AFP

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