Erdbeben in Taiwan Rettungskräfte suchen noch sieben Vermisste

Nach dem schweren Erdbeben in Taiwan werden noch sieben Menschen vermisst. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens zehn.

TONGO/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Im taiwanesischen Hualien suchen die Rettungskräfte in den Trümmern eines Hochhauses noch nach sieben vermissten Personen. Unterdessen ist die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf mindestens zehn gestiegen.

Die Leichen von zwei Frauen und einem Mann wurden am Donnerstag aus den Trümmern des "Yunmen Cuiti Building" geborgen, auf das sich die Rettungsarbeiten konzentrierten. Eine der Toten ist eine 28 Jahre alte Haushaltshelferin von den Philippinen, die in dem Gebäude arbeitete.

Das zwölfstöckige Wohnhaus geriet nach dem Beben in der Nacht zu Mittwoch in gefährliche Schieflage, weil die untersten Etagen eingestürzt waren. Retter versuchten am Donnerstag, das Gebäude mit weiteren Stahlträgern zu stützen. Die letzten noch Vermissten sind eine chinesische Familie und ein Paar aus Kanada. Sie waren in einem Hotel im unteren Teil des Gebäudes untergebracht.

Wegen kleiner Nachbeben mussten die Retter immer wieder Pausen einlegen. Das Beben der Stärke 6,4 hatte an der Ostküste große Schäden verursacht. Mindestens 270 Menschen wurden verletzt.

REUTERS

In Taiwan bebt immer wieder die Erde, weil vor der Insel zwei tektonische Platten aufeinandertreffen. Bei einem Erdstoß der Stärke 6,4 waren im Februar 2016 in Taiwan 115 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Hochhäuser waren eingestürzt. Die Behörden machten Pfusch am Bau und nicht eingehaltene Vorschriften zum Erdbebenschutz mitverantwortlich. Ein Beben der Stärke 7,3 erschütterte Taiwan im September 1999. Damals starben dort mehr als 2400 Menschen.

bbr/dpa



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