Tebartz-van Elsts Stellungnahme im Wortlaut "Ich bitte alle um Vergebung"

"Ich habe Fehler gemacht": Nach einer Audienz beim Papst äußert sich der geschasste Limburger Bischof selbstkritisch. Tebartz-van Elst hofft auf einen Neubeginn. Die Stellungnahme im Wortlaut:

Franz-Peter Tebartz-van Elst: "Ich habe Fehler gemacht"
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Franz-Peter Tebartz-van Elst: "Ich habe Fehler gemacht"


"Während meiner Amtsführung als Bischof von Limburg ist bei vielen Katholiken und in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass ich den Dienst für die Diözese und an der Einheit der Kirche dadurch vernachlässigt hätte, dass ich eigene Ziele und Interessen in den Vordergrund gestellt und ohne Abstimmung durchgesetzt hätte.

Mit dem Wissen von heute erkenne ich, dass ich Fehler gemacht habe. Auch wenn sie niemals aus Absicht entstanden, haben sie Vertrauen zerstört. Ich bitte alle um Vergebung, die unter meinen Versäumnissen gelitten haben oder leiden.

Angesichts der schweren Vorwürfe und des entstandenen Vertrauensverlusts habe ich bereits im Oktober 2013 die Entscheidung über meine Zukunft in die Hände des Heiligen Vaters gelegt. In dieser Woche hat er mich von der Verantwortung für das Bistum Limburg entbunden, um mich zu gegebener Zeit mit einer neuen Aufgabe zu betrauen. Dies hat der Heilige Vater mir gegenüber auch persönlich in einer herzlichen brüderlichen Begegnung am heutigen Vormittag betont.

Ich sehe in dieser Entscheidung die Chance eines Neubeginns: nicht nur für das Bistum Limburg, sondern auch für mich. In diesem Sinne bitte ich alle, meine Stellungnahme an die Kongregation vom 11. März 2014 zum Prüfbericht, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurde, als Zäsur zu betrachten - und nicht als Anfang einer neuen Auseinandersetzung.

Ich hoffe, dass es jenseits wechselseitiger Beschuldigungen und Verletzungen gelingt, aus der Distanz das Geschehene zu verstehen und Einsichten zu gewinnen, die zu einer Versöhnung führen können. Dafür werde ich beten, meine ganze Kraft einsetzen und bitte auch um das Gebet."

gam/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Loddarithmus 28.03.2014
1. Das erinnert mich sehr an die Casa Hoeneß.
Er habe nur einen "Fehler" gemacht, obwohl er die Sache planmäßig, über lange Zeit und in Täuschungsabsicht betrieben hat. Ihm tut nur leid, dass "der Eindruck" entstanden ist. Und wie Hoeneß geht er nicht "in Berufung", sondern betrachtet es als Zäsur, aber wohl nicht aus innerer Einsicht, sondern weil er wegen der Gewaltenlage (Gericht/Papst) nicht anders kann. Jetzt fehlt nur noch die Kanzlerin, die ihm hohen Respekt zollt.
runna 28.03.2014
2.
Zitat von sysopDPA"Ich habe Fehler gemacht": Nach einer Audienz beim Papst äußert sich der geschasste Limburger Bischof selbstkritisch. Tebartz-van Elst hofft auf einen Neubeginn. Die Stellungnahme im Wortlaut http://www.spiegel.de/panorama/tebartz-van-elsts-stellungnahme-im-wortlaut-a-961389.html
Wenn ich das richtig gelesen hab, beschuldigt er doch - unabhängig der rechtlichen Würdigung der Verantwortung, de facto seinen Generalvikar. Jetzt per Zäsur sein Statement hinzunehmen, ist fast schon frech dieses einfach so hinzunehmen. Wieder geht es im darum im guten Lichte dazustehen. Ich wage mal zu bezweifeln, daß es so funktioniert.
Loddarithmus 28.03.2014
3. Ich habe einen Fehler gemacht! ;-)
Ich wollte Causa schreiben. Ich bedaure, dass der Eindruck entstanden ist, bla bla bla ...
hadili 28.03.2014
4. Wundersame Audienz
Der Heilige Vater hat ihm der ihm eigenen brüderlichen Herzlichkeit diese Stellungnahme zur Unterschrift vorgelegt..... Anders ist wohl die wundersame Wandlung von Protzwürden in 2 Tagen nicht zu erklären. Lieber Tebartz van Elst, gehe still dahin und bete ebenso still vor Dich hin, vielleicht noch mit Deinem Beichtvater. Aber bitte alles soooo still, dass wir nie wieder etwas von Dir hören. AMEN!!!
dskambraks 29.03.2014
5.
das sind nur Worthülsen. Dieser Herr hat nicht verstanden worum es geht.
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