Terror-Warnungen Deutschland zittert

Das Gefühl absoluter Sicherheit hat die westliche Welt längst verloren - doch mit den Anschlagswarnungen vom Herbst hat die Besorgnis in Deutschland neue Dimensionen erreicht. Yassin Musharbash über einen Tag des Schreckens.

Bundespolizei am Flughafen Frankfurt/Main: Druck auf den Alarmknopf
dpa

Bundespolizei am Flughafen Frankfurt/Main: Druck auf den Alarmknopf


Es war ein ruhiger Vormittag: Zeit, endlich einmal wieder in Ruhe die von al-Qaida & Co. benutzten Websites abzugrasen. Auch ohne die Pressekonferenz, die Bundesinnenminister De Maizière völlig überraschend für 12 Uhr einberufen lässt, hätte ich mich mit Terror beschäftigt. So aber ist klar: Irgendetwas ist passiert.

Mein Kollege Matthias Gebauer und ich besprechen uns, daran, dass es um die Terrorgefahr in Deutschland gehen würde, haben wir keine Zweifel. "Vermutlich", sagt Matthias, "hat es Festnahmen gegeben. Oder sie beschließen, wie im Herbst 2009, auf sichtbare Polizeipräsenz an Flughäfen und Bahnhöfen umzuschalten." Wir teilen uns auf: Er fährt zur Pressekonferenz, ich schreibe ein Hintergrundstück vor, das wir, mit den ersten Sätzen de Maizières, gleich bei SPIEGEL ONLINE auf die Seite stellen können. Matthias behält Recht, der Minister verkündet offene Polizeimaßnahmen.

Aber da ist mehr: Es gebe erstmals "konkrete" Hinweise auf geplante Terroranschläge, de Maizière warnt vor einem Anschlag noch im November. Deutschland zittert.

Bei meiner Arbeit ist mir wichtig, dass wir eigene Zugänge zu Informationen sichern und selbst ein Ohr am Puls der Terrorszene haben, so weit das geht jedenfalls. Sonst wären wir auf Infos der Sicherheitsbehörden angewiesen, das darf nicht sein. Aus eigenen Quellen wissen wir: Es gibt eine kritische Masse von Gruppen, die Anschläge in Europa verüben wollen, sie womöglich planen. Aber wieso drückt der Minister gerade jetzt den Alarmknopf?

Ein paar Tage später steht fest, die Sicherheitsbehörden haben neue Hinweise erhalten - aus den USA und über einen angeblichen Überläufer. Sie klingen bedrohlich, ja. Sie können aber auch ungedeckt sein. In Wahrheit sind sie kaum konkreter als das bereits Bekannte.

Freunde fragen, ob man auf den Weihnachtsmarkt gehen kann. Ich gehe. Ich halte es zwar für möglich, dass wir einen Anschlagsversuch in den nächsten Jahren erleben werden. Aber Terroristen scheitern auch oft.



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GreyRolf 24.12.2010
1. ...
Zitat von sysopDas Gefühl absoluter Sicherheit*hat die westliche Welt längst verloren*- doch mit den Anschlagswarnungen vom Herbst hat die Besorgnis in Deutschland neue Dimensionen erreicht. Yassin Musharbash über einen Tag des Schreckens. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,734429,00.html
Oh, Herr Musharbash versucht sein Geld mal wieder mit Terrorhysterie zu verdienen. Liebe Leute beim ehemaligen Nachrichtenmagazin, könnt ihr diesem Menschen nicht mal eine sinnvolle Arbeit zuweisen? Ich bin sicher, es gibt bei euch doch wenigstens eine ernst zu nehmende Geschichte zu recherchieren, zur Not auch in der Pornorama-Abteilung. Aber ernsthaft: was macht ihr eigentlich, wenn der böse, böse Moslem trotz all eurer vielen Einladungen nicht hierher kommen und die Bombe legen will? Selbst eine zünden?
Mocs, 24.12.2010
2. Panikmache
Vielleich kann mir mal irgend so ein Statistikfuchs ausrechnen, wie hoch mein Risiko getötet zu werden ist, wenn irgend so ein verhuschter Taliban sich in die Luft jagt. Auch ohne Berechnung - ich glaube, die fünf Zigaretten, die ich täglich rauche und 30 km auf der verschneiten Autobahn gefährden mein Leben mehr als so ein durchreisender Tali. Darum verfalle ich nicht in Panik - und lasse mich auch nicht gegen durchreisende Talibane impfen. Das Risiko ist schlichtweg zu marginal. Panikmache um in Grundrechte eingreifen zu können, nichts anderes. Aber weil Weihnachten ist : http://www.youtube.com/watch?v=zmcK83CS9DE
thenewworldorder 24.12.2010
3. Stopp!
Stopppt diese Terrorpropaganda. Wir wollen keinen Polizeistaat! Basta! Solange die EU Regierungen nur Muslime nach Europa einwandern lassen (90%) - und nich habe nichts gegen die - mit dem Hintergedanken, dadurch die Überwachungsgesetze aufbauen zu können sagen wir NEIN! Seht ihr nicht was die Regierungen vorhaben? Hätten sie Angst vor Terror würden sie nicht ausschließlich Muslime nach Europa einwandern lassen. Ich keine keine Christen die fanatische Muslime sind. :P Es geht darum Überwachungsstaaten aufzubauen und eine Weltregierung. Wie kann man so blind sein und das nicht verstehen! Für die globale Elite sind die Europäischen Demokratien ein Dorn im Auge und halten den Aufbau der Weltregierung auf. Länderkriege wird es nicht mehr geben, dadurch bleibt nur der Aufbau von streng hierarchischen Ebenen durch Terrorpropaganda und Angstmache bis die Bürger selber nach mehr Überwachung schrein. Wieviele hundertausende Tote haben wir jedes Jahr durch Krebs, Autos, etc? Haben wir da so eine Panikmache? Nein! Wir haben keinen einzigsten Terrortoten aber es wird weiter geraucht und mit Pestiziden rumgesprüht. Wacht endlich auf!
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