Teure Früchtchen Bündel Trauben in Japan für 910 Dollar versteigert

Sie sehen aus wie unscheinbare Cocktailtomaten, kosten aber ein Vermögen: Eine neue Traubensorte hat in Japan bei ihrer Einführung Rekordpreise erzielt. Ein Hotelier zahlte für 35 Früchte umgerechnet fast tausend Dollar.


Hamburg - Seit 1994 hat man in einem staatlich unterstützten Projekt an der Entwicklung der Traube gearbeitet: Die Früchte sind rot wie Tomaten und ein wenig kleiner als ein Tischtennisball. Die Sorte mit dem Namen "Ruby Roman" erzielte bei ihrer Einführung einen durchschnittlichen Preis von 245 Dollar pro Bündel - doch ein japanischer Hotelmanager bezahlte weit mehr.

Teures Vergnügen: Ruby- Roman-Trauben erzielten Höchstpreise
AP/ Kyodo News

Teures Vergnügen: Ruby- Roman-Trauben erzielten Höchstpreise

Er ersteigerte rund 700 Gramm Trauben für 910 Dollar - also rund 26 Dollar pro Traube, berichtet CNN.com. Die edlen Früchte sollen den Gästen eines exklusiven Hotels serviert werden.

"Wir gehen davon aus, dass das ein Rekordpreis ist", so Hirofumi Iso, der für die Entwicklung verantwortlich ist. "Sie schmecken großartig - süß und zugleich sehr frisch."

Isu sagte, die örtlichen Bauern hofften, insgesamt rund 1500 Bündel der Trauben, insgesamt rund eine Tonne, bis Mitte September verkaufen zu können.

Obst ist in Japan generell sehr teuer, und Trauben, Pfirsiche oder Melonen gelten als edle Geschenke. Die Menschen sind daher oft bereit, besonders hohe Preise zu bezahlen - vor allem, wenn es darum geht, die ersten Früchte der jeweiligen Ernte zu ergattern.

han



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