Texas Zehnjährige will Katzen retten - stirbt an Stromschlag

Im US-Bundesstaat Texas ist eine Zehnjährige gestorben, als sie versuchte, ihre Kätzchen hinter einem Wäschetrockner hervorzuholen. Den Eltern zufolge gab es seit Langem Probleme mit der Elektrik in der Wohnung.


Greenlee Buckley liebte Tiere. Als die Zehnjährige versuchte, ihre Kätzchen zu retten, die in der elterlichen Wohnung hinter den Wäschetrockner gefallen waren, kam es zu einem folgenschweren Unfall: Sie griff nach den Tieren - und wurde offenbar von einem tödlichen Stromschlag getroffen.

Der Vater berichtete später, als er den Trockner berührt habe, sei der Stromschlag so stark gewesen, dass er davon zurückgestoßen wurde. In Panik habe er das Gerät zur Seite geschoben und seine Tochter hervorgeholt. "Aber sie war schon tot."

"Sie hat ihre Babys so geliebt. Und sie hätte alles für sie getan", sagte die Mutter Shelby Roos. Auf Facebook schrieb sie über Greenlee: "Sie hatte mit ihren zehn Jahren mehr Mitgefühl für alles, was lebte, als die meisten in ihrem ganzen Leben haben werden. Bitte betet für uns, wir versuchen Sinn zu finden im Sinnlosen."

Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 19 Uhr. Die Familie hatte die Wohnung in dem kleinen Ort New Boston, rund 240 Kilometer nordöstlich von Dallas, vor 15 Monaten angemietet. Die Eltern berichteten, dass es Probleme mit der Elektrik im Haus gegeben habe. "Ich habe Stromschläge an der Waschmaschine und am Trockner bekommen", sagte die Mutter dem Sender KSLA zufolge. "Im Hinterkopf habe ich das aber eher als Reibungselektrizität gespeichert."

Auch an der Duscharmatur sei es zu Stromschlägen gekommen. Die Eltern sagten, sie hätten sich beim Vermieter beschwert. Aber dann seien offensichtlich nicht ausgebildete Elektriker gekommen und sie hätten sie wieder weggeschickt.

"Diese Wohnung hatte Berichten zufolge schon in der Vergangenheit Probleme mit der Elektrik", bestätigte der örtliche Polizeichef Gary McCrary dem Sender KSLA. Die Unglücksursache sei aber noch unklar. Die Polizei untersuchte die Wohnung, auch Vertreter des Energieunternehmens Southwestern Electric Power Company waren vor Ort.

Die Leiche des Mädchens soll jetzt obduziert werden. Den Eltern liegt es nach ihrer schrecklichen Erfahrung am Herzen, andere Betroffene zu warnen. "Wenn Sie jemals einen Stromschlag in ihrer Wohnung bemerken, nehmen sie es nicht auf die leichte Schulter", sagte Roos. Der Wohnungseigentümer wollte sich dem Sender NBC 6 News gegenüber zunächst nicht zu dem Vorfall äußern und die Situation erst prüfen.

ala

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