Höhlenrettung in Thailand Jungen sollen Krankenhaus kommende Woche verlassen

Die aus einer Höhle in Thailand Geretteten könnten schon bald wieder bei ihren Familien sein: Sie sollen in der kommenden Woche das Krankenhaus verlassen.

Video der Geretteten bei der Pressekonferenz
AP

Video der Geretteten bei der Pressekonferenz


Die aus einer Höhle in Thailand gerettete Gruppe soll in der kommenden Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden - möglicherweise schon am Donnerstag. "Sie werden alle gemeinsam entlassen", sagte der thailändische Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsattayatorn. Die zwölf Jugendfußballer und ihr Trainer seien bei guter Gesundheit und frohgemut. Dennoch sollten sich die Jungen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter ausruhen.

"Wir werden das Entgegenkommen der Medien brauchen, während sich die Jungen und ihre Familien wieder an den Alltag gewöhnen", sagte der Minister. "Wir helfen ihnen, sie auf die Aufmerksamkeit vorzubereiten, die sie von den Medien erhalten werden." Ein Film zu dem Fall ist bereits in Planung.

Den Jungen sei geraten worden, Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie zu verbringen und Journalisten möglichst keine Interviews zu geben. Interviews könnten Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen auslösen, warnte der Minister.

Im Video: Animation zeigt Rekonstruktion der Rettung

REUTERS

Die letzten in der Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes verbliebenen Jungen und der 25 Jahre alte Trainer waren am Dienstagabend befreit worden. Dort hatten sie seit dem 23. Juni ausharren müssen, nachdem ihnen eine Sturzflut den Weg nach draußen abgeschnitten hatte.

Neun Tage darauf wurden sie von zwei britischen Spezialtauchern gefunden. Einsatzkräfte versorgten sie mit Lebensmitteln, betreuten sie medizinisch und brachten sie schließlich nach gut zwei Wochen in der Höhle ins Freie. Eigentlich hatte die Gruppe nur einen kurzen Ausflug in die Höhle machen wollen.

Weltweit fand das Schicksal der Gruppe große Aufmerksamkeit; besonders der Tod eines Rettungstauchers löst Anteilnahme aus. (Lesen Sie hier einen Text über das Drama in der Höhle und die Show darum). Die Jungen und der Trainer liegen derzeit zur Beobachtung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Nach Angaben der Ärzte geht es ihnen gut.

Karte Thailand Höhle Überflutung
SPIEGEL ONLINE

Karte Thailand Höhle Überflutung

Auf einem Video des Gesundheitsministeriums war zu sehen, wie die 11- bis 16-Jährigen ihren Rettern und der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung danken. "Mir geht es gut", sagt ein 14-Jähriger in dem Video. "Danke für meine Rettung."

Die Jugendlichen sprechen in dem Video auch über Gerichte, die sie gerne essen würden: gebratenen Reis etwa oder Sushi. Die Ernährung der Jungen wird noch streng kontrolliert. Einige hatten während ihrer Zeit in der Höhle bis zu fünf Kilogramm abgenommen.

ulz/dpa/AFP/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
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ramsis77 14.07.2018
1. langts mal bald oder?
Wahnsinn! Klasse Leistung! Ein Wunder! Aber langsam reichts doch dann auch mal wieder oder? Muss man jedes Thema bis zur letzten Unterhose durchnudeln? Werden wir jetzt bis zur letzten Klassenarbeit, dem ersten Baby und der allerletzten Urgroßtante über diese Jungs informiert? Ich kanns nicht mehr lesen! Sie sind gesund! Applaus! Nächstes Thema bitte!
geotie 15.07.2018
2.
Gebratenen Reis wollen die Schüler essen. Guten Appetit! Aber mir sieht diese Berichterstattung danach aus, als ob man mit so einem Desaster viel Geld und Aufmerksamkeit erzielen will. Das Kind vom Nachbar ist letzte Woche über die Strasse gelaufen, ohne dabei von einem Auto erwischt zu werden. Man, war das aufregend. Warum schreibt da niemand was drüber. Immerhin ein Bericht aus Deutschland und seiner Kultur. Dieses Thema dürfte wohl Leute interesieren, die sonst die Bunte oder die Bild lesen. Gibt es nicht einen Filter, wo man solche Gähn-Artikel nicht endlich ausblenden kann?
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