Thailand Zehntausende Urlauber fliehen vor Tropensturm "Pabuk"

Alarm auf Phuket, Krabi und Ko Samui - wegen des womöglich schlimmsten Tropensturms seit Jahrzehnten haben sich Zehntausende Menschen im Süden Thailands in Sicherheit gebracht.

Rote Flagge auf der Insel Ko Samui
DPA

Rote Flagge auf der Insel Ko Samui


In Thailand sind Zehntausende Urlauber vor dem Tropensturm "Pabuk" geflohen. Auf den Inseln Ko Phangan und Ko Tao im Golf von Thailand packten etliche Touristen ihre Sachen. Die Inseln seien inzwischen "fast leer", sagte Krikkrai Songthanee, der Verwaltungschef von Ko Phangan.

Auch im Süden Thailands verließen Bewohner ihre Häuser. Die Bewohner der Küste in der Provinz Nakorn Si Thammarat, in der Sturm "Pabuk" auf Land traf, würden in Sicherheit gebracht, teilte das Katastrophenschutzministerium des Landes mit. In den kommenden Tagen werde der Sturm auch die bei Touristen beliebten Urlaubsregionen Phuket, Ko Samui und Krabi erreichen.

Auf Ko Samui ertrank am Mittwoch ein russischer Tourist. Er sei mit seiner Familie trotz Badeverbot schwimmen gegangen, teilte ein Polizist mit. Der 56-jährige Mann wurde demnach von der starken Strömung ins Meer gezogen. Die Behörden auf Ko Samui haben angekündigt, Notunterkünfte für Urlauber einzurichten, die trotz des Sturms auf der Insel bleiben wollen.

Heftige Regenfälle und starke Winde

"Pabuk" hatte sich mit einer Geschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde durch den südlichen Golf von Thailand aufs Festland zubewegt. Die Meteorologiebehörde warnte, "Pabuk" könnte ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm "Harriet", der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete. Es handelt sich um den erste Tropensturm seit etwa 30 Jahren, der die Region außerhalb der Monsunzeit erreicht.

Bis Samstag wurden heftige Regenfälle für den Großteil des Südens angekündigt. Boote durften nicht mehr auslaufen. Auch das Schwimmen im Meer verboten die Behörden angesichts starker Winde, die Wellen von bis zu fünf Meter Höhe verursachen könnten.

Private Fotos in sozialen Netzwerken zeigten heftige Regenfälle und starken Wellengang in der Region. Berichte über erste Schäden oder Verletzte gab es bislang aber nicht.

sen/dpa/AFP

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