Mögliche Wurfgranate Verdächtiges DHL-Paket in Thüringer Staatskanzlei eingegangen

In der Thüringer Staatskanzlei ist ein DHL-Paket mit möglicherweise explosivem Inhalt eingegangen.

Thüringer Staatskanzlei
imago/ Karina Hessland

Thüringer Staatskanzlei


Ein verdächtiges DHL-Paket ist in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt abgegeben worden. Mitarbeiter seien auf das Paket aufmerksam geworden, es sei von der Polizei sichergestellt worden, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Der Regierungssprecher des Freistaats Thüringen, Günter Kolodziej, bestätigte die Angaben.

Nach einer ersten Vorprüfung habe die Polizei von einer möglichen Wurfgranate gesprochen, sagte Ramelow. Ob sie scharf sei, müssten die weiteren Untersuchungen ergeben. Eine Parallele zu dem Fund einer Paketbombe in Potsdam und einer möglichen Erpressung des Paketdienstes DHL wollte Thüringens Regierungschef nicht ziehen.

"Das ist pure Spekulation", sagte er. Das Paket sei am Freitagnachmittag zugestellt worden und habe bis Montag in einem Regal gelegen. Adressiert war es laut Staatsanwaltschaft Erfurt an die Staatskanzlei Thüringen. Ramelow sprach von einem ernstzunehmenden Vorfall.

Wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf die Polizei berichtet, wurde auch im Landratsamt von Sondershausen, knapp 60 Kilometer nördlich von Erfurt, ein verdächtiger Brief entdeckt. Ein Gebäudeteil sei evakuiert worden.

fok/ala/dpa



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