Tierfreunde empört Lassen die Clintons Socks im Stich?

Der Kater Socks war jahrelang ein treuer Begleiter von US-Präsident Bill Clinton und seiner Familie. Doch jetzt steht vielleicht eine Trennung bevor.


Washington - Die Clintons wollen sich nach Medienberichten nach dem Auszug aus dem Weißen Haus am 20. Januar von dem weißpfotigen schnurbärtigen Kater Socks trennen, während Hund Buddy Herrchen Bill weiter Gesellschaft leisten soll.

So groß war der Proteststurm von Tierfreunden nach Bekanntwerden des bevorstehenden Exils für den neunjährigen Kater, dass der Sprecher des Weißen Hauses, Jake Siewert, sich genötigt sah, die Wogen zu glätten. Socks' neues Heim stehe noch nicht fest, zitierten ihn verschiedene Medien. Es sei nicht auszuschließen, dass Tochter Chelseas einstiger Spielgefährte doch noch bei den Clintons bleibe - wenn auch getrennt von Buddy.

Hillary Clinton mit Socks
AP

Hillary Clinton mit Socks

Amerikas bisherige "First Pets" gehörten zu den berühmtesten Haustieren im Weißen Haus. Sie standen sogar im Mittelpunkt eines Buches von Hillary Clinton über Kinderbriefe. Aber Clinton-Besucher schilderten, dass sich Labrador-Rüde Buddy und Socks nie riechen konnten. Das gab jetzt auch Siewert zu. Clinton habe nicht nur am Nahost-Frieden gearbeitet, sondern auch an einer Versöhnung zwischen den beiden Tieren, sagte der Sprecher. Das werde bis zur letzten Minute so bleiben - wenn auch in diesem Fall ohne Vermittler.

Dem Sprecher zufolge ist es eine "Option", Socks an Bill Clintons Sekretärin Betty Currie abzugeben, die an dem Kater einen Narren gefressen haben soll. Es werde aber nicht gänzlich ausgeschlossen, dass er ins neu erstandene Clinton-Domizil in Washington übersiedelt, das der frisch gebackene Senatorin Hillary während der Woche als Unterkunft dienen wird. Viel anrichten könnte Socks an den dortigen Antikmöbeln nicht: Zum Entsetzen von Tierschützern haben die Clintons dem Kater schon vor langem operativ die Krallen entfernen lassen.

Buddys Schicksal indessen ist klar. Er wird in die Clinton-Villa in Chappaqua im Staat New York umziehen und sein Herrchen voraussichtlich häufig bei anstehenden Vortragsreisen begleiten.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.