Tierischer Instinkt Spinnen retten Spinnenhasserin das Leben

Danielle Vigue aus Hemlock im US-Bundesstaat Michigan hat furchtbare Angst vor Spinnen - bislang zumindest. Als die Krabbeltierchen nächtens massenhaft in ihr Schlafzimmer einfielen, ging sie zunächst zum Angriff über. Dann jedoch bemerkte sie einen beißenden Rauchgeruch.


Hemlock - Die 18-jährige Danielle Vigue wurde in der Nacht zu gestern wach und stellte mit Schaudern fest, dass in ihrem Zimmer etliche Spinnen krabbelten. In Panik begann sie, die Tiere totzuschlagen. Als dann noch mehr auftauchten, flüchtete Danielle entnervt zu ihrer drei Jahre jüngeren Schwester, deren Zimmer auf der anderen Hausseite liegt. "Erst waren es nur fünf, dann kamen immer mehr herunter" sagte sie der Zeitung "Saginaw News". "Ich hasse Spinnen, sie machen mich verrückt."

Die plötzliche Invasion stellte sich jedoch als Segen heraus: Die Spinnen waren offenbar vor einem Schwelbrand geflohen, der unbemerkt im Dachboden des Familienhauses ausgebrochen war. Erst ein paar Stunden später bemerkte Vigues 48-jährige Mutter Debra Rauchgeruch. Ihr schlugen Flammen entgegen, als sie Danielles Zimmertür öffnete - die zum Glück bei ihrer Schwester war.

Ihren Spinnenhass hat die junge Frau nun vermutlich überwunden. "Ich werde nie wieder eine Spinne töten", sagte Danielle dem örtlichen Fernsehsender WNEM-TV in Saginaw. Feuerwehrchef Gary Made, ein Mann mit 30 Jahren Berufserfahrung, sagte, er höre zum ersten Mal, dass Spinnen Menschen vor einem Feuer gerettet hätten. Hemlock liegt rund 150 Kilometer nordwestlich von Detroit.

ffr/AP



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