Attacke in britischem Zoo Tiger tötet Tierpflegerin

In einem Tierpark im Nordwesten Englands hat ein Sumatra-Tiger eine Pflegerin tödlich verletzt. Das Opfer war offenbar in das Gehege des Raubtiers gegangen, obwohl Zoomitarbeitern der direkte Kontakt untersagt ist. Warum die 24-Jährige die Vorschrift missachtete, ist unklar.

Zoo-Besitzer Gill mit Tiger (Archivbild von 2001): Kontaktverbot für Pfleger
AP

Zoo-Besitzer Gill mit Tiger (Archivbild von 2001): Kontaktverbot für Pfleger


London - In Großbritannien ist eine 24 Jahre alte Tierpflegerin nach dem Angriff eines Sumatra-Tigers gestorben. Die Frau war am Freitag in dem Tierpark in der Nähe von Dalton-in-Furness im Nordwesten Englands in das Tigergehege gegangen und wurde dort von dem Tier gebissen. Warum sie das Gehege betreten hat, sei unklar, berichtet der britische Sender BBC. Mit Verletzungen am Kopf und im Nacken sei die Frau per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden, wo sie ihren Verletzungen erlag.

"Wir werden nie erfahren, weshalb sie in das Gehege gegangen ist, ohne jemandem Bescheid zu sagen", sagte David Gill, der Besitzer des Tierparks dem Sender. "Es gab keinen Grund für sie, hineinzugehen." Es gebe strikte Regeln für den Umgang mit Großkatzen. Die Mitarbeiter dürften keinen direkten Kontakt mit den Tigern haben. Die 24-Jährige sei eine erfahrene, kompetente und passionierte Tierpflegerin gewesen.

Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Die Polizei erklärte, der Tiger sei nach dem Angriff eingesperrt worden. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe während des Vorfalls nicht bestanden. Tierparkbesitzer Gill sagte der BBC, wahrscheinlich habe ein Besucher das Unglück beobachtet.

Der Tiger sei Gill zufolge vor zehn Jahren als Junges in den Park gekommen. Das Tier treffe keine Schuld. "Er hat nichts falsch gemacht. Er ist ein Tiger, und sein natürlicher Instinkt ist zu töten."

fdi/dpa/AFP



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