Tod bei Höhlentour Amerikaner blieb kopfüber in Felsspalte stecken

Trotz einer aufwendigen Rettungsaktion konnte ein Höhlenbesucher in Utah nach einem Missgeschick nur noch tot geborgen werden. Der 26-Jährige war kopfüber in einer Felsspalte steckengeblieben und harrte dort mehr als 24 Stunden aus, bis er starb.


Washington - Das Drama ereignete sich in der sogenannten Nutty-Putty-Höhle im US-Bundesstaat Utah. Der 26-jährige John Edward Jones war mit elf anderen Wanderern in der Höhle, einem beliebtem Ausflugsziel für Touristen, unterwegs, als er kopfüber in einer extrem engen Felsspalte steckenblieb.

Trotz eines aufwendigen Rettungsversuchs mit Dutzenden Helfern konnte er am Donnerstag nur tot geborgen werden, berichtete der US-Fernsehsender CNN.

Das Unglück ereignete sich rund 200 Meter vom Eingang der Höhle entfernt, 45 Meter unter dem Erdboden. Der Spalt, in dem Jones steckte, war nur rund 45 Zentimeter weit

"Es ist sehr schwierig für die Retter, zu ihm zu gelangen", sagte ein Polizeisprecher noch am Mittwoch. "Wenn man ihn überhaupt bewegen kann, dann nur millimeterweise."

Es gelang zwischendurch auch, Jones' Position mit einer Hebevorrichtung so zu verändern, dass er nicht mehr kopfüber feststeckte - dann, so der Polizeisprecher, sei die Konstruktion jedoch teilweise kollabiert, Jones glitt wieder in die Ausgangslage zurück. Nach mehr als 26 Stunden wurde er tot geborgen.

Die im Stansbury Park gelegene Höhle, rund 45 Kilometer westlich von Salt Lake City, wird den Angaben zufolge jährlich von bis zu 5000 Touristen besucht. Streckenweise ist der Pfad durch sie so eng, dass Abenteuerlustige auf dem Bauch robben müssen.

pad/dpa



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