Drohender Zyklon Inselstaat Tonga ruft Notstand aus

In Tonga wappnen sich die Menschen so gut es geht für "Gita". Der Sturm könnte einer der schwersten Zyklone in der Geschichte des Inselstaates werden.

Auf Tonga verrammeln Menschen ihre Häuser
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Auf Tonga verrammeln Menschen ihre Häuser


Der Inselstaat Tonga im Südpazifik hat wegen eines schweren Wirbelsturms den Notstand ausgerufen. Meteorologen rechnen damit, dass Sturm "Gita", der sich Tonga mit 275 Kilometern pro Stunde nähert, am Abend als Zyklon der höchsten Stufe fünf auf Land trifft.

In der Hauptstadt Nuku'alofa wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, wie die Polizei mitteilte. Landesweit richteten die Behörden Evakuierungszentren ein. "Gita" könnte der schwerste Zyklon in der Geschichte Tongas werden, hieß es von der Polizei.

Zum Vergleich: Mit Windgeschwindigkeiten von 275 Kilometern pro Stunde würde der Sturm um einiges heftiger ausfallen, als etwa Orkantief "Friederike", das im Januar mit rund 130 Kilometern pro Stunde über weite Teile Deutschlands hinweggezogen war.

Die Behörden von Tonga riefen die Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen. Mehrere Menschen verließen ihre Wohnungen. Andere verrammelten Türen und Fenster, um sie vor dem Sturm und eventuell herumfliegenden Kokosnüssen, Bäumen oder anderen Gegenständen zu schützen, wie Medien berichteten.

Der neuseeländische Wetterdienst erklärte, dass der Zyklon direkt auf Tongas größte Insel Tongatapu und Nuku'alofa treffen könnte. Tongas Behörden warnten vor "schweren Beschädigungen" der Infrastruktur in der Hauptstadt. Überschwemmungen und überflutete Küstengebiete könnten den Menschen genauso viele Probleme bereiten wie Sturmschäden, hieß es vom neuseeländischen Institut für Wasser- und Klimaforschung.

Die neuseeländische Regierung sicherte dem Inselstaat und seinen rund 105.000 Einwohnern Hilfe zu. Auch die Hilfsorganisation Care Australia teilte mit, man stünde bereit, um die Menschen zu unterstützen. "Wenn es um einen so heftigen Sturm geht, müssen wir auf das Schlimmste vorbereitet sein", sagte ein Sprecher.

fok/AFP/AP



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