Wirbelsturm Zyklon "Gita" zerstört Parlamentsgebäude auf Tonga

Zerstörte Gebäude, umgeknickte Palmen und ein flächendeckender Stromausfall: Wirbelsturm "Gita" hat im Pazifikstaat Tonga schwere Schäden angerichtet.

Schäden in Tonga
REUTERS/ Twitter/ Virginie Dourlet

Schäden in Tonga


Wirbelsturm "Gita", ein Zyklon der zweithöchsten Stufe, ist in der Nacht auf den Inselstaat Tonga getroffen - mit Windstößen von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Der Sturm zerstörte unter anderem das Parlamentsgebäude. Es sei noch schwierig, das ganze Ausmaß der Schäden abzuschätzen, teilten Rettungskräfte mit. Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet.

Die Behörden hatten zuvor den Notstand ausgerufen und in der Hauptstadt Nuku'alofa eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Landesweit wurden Evakuierungszentren eingerichtet, in denen etwa 5000 Menschen unterkamen.

"Es war eine furchtbare Nacht", sagte Graham Kenna von Tongas Katastrophenschutzbehörde dem australischen Sender ABC. Ich habe seit mehr als 30 Jahren mit Katastrophen zu tun, und das war die schlimmste Situation, die ich erlebt habe."

Stärkster Sturm seit 60 Jahren

Eine große Zahl von Gebäuden sei zerstört, auf der gesamten Hauptinsel Tongatapu gebe es keinen Strom, so die Rettungskräfte. Mehrere Menschen wurden Berichten zufolge verletzt, auf Bildern waren Überschwemmungen, weggewehte Dächer und umgeknickte Palmen sowie Strommasten zu sehen.

Nach Angaben der britischen Wetterbehörde war "Gita" der stärkste Sturm seit 60 Jahren, der über die Inseln hinweggezogen war. Tonga besteht aus 45 bewohnten und mehr als 120 unbewohnten Inseln. Auf Tongatapu leben mehr als 70.000 Menschen.

Die neuseeländische Regierung sicherte Tonga und seinen insgesamt rund 105.000 Einwohnern Hilfe zu. Auch die Hilfsorganisation Care Australia teilte mit, man stünde bereit, um die Menschen zu unterstützen.

Zyklon "Gita" zieht nun weiter in Richtung der zu Fidschi gehörenden Lau-Inseln.

wit/dpa/AFP



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