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Wirbelsturm bei Augsburg: Tornado verwüstet Dorf in Bayern

Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, mindestens sieben Verletzte: Ein Tornado hat in der Region Augsburg Millionenschäden hinterlassen.

Ein Tornado ist über Bayern hinweggefegt und hat schwere Schäden hinterlassen. Betroffen war vor allem der Landkreis Aichach-Friedberg im Westen des Freistaats: 178 Gebäude wurden dort in der Nacht zum Donnerstag beschädigt. Dutzende Häuser seien zum Teil einsturzgefährdet und mehrere unbewohnbar, teilte der Landrat Klaus Metzger (CSU) mit.

Der Sturm stürzte Bäume um und drückte Mauern ein. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Auch in Baden-Württemberg wütete ein Sturm: In Freiburg wurden zwei Menschen schwer verletzt, als neben ihnen ein Blitz einschlug.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes handelte es sich in Bayern anscheinend um einen Tornado. "Die Indizien sprechen dafür", sagte ein DWD-Sprecher nach Analysen des Radarbildes und der angerichteten Schäden. Auch dass der Sturm nur einige Minuten gedauert habe, passe ins Bild: Diese kurze Dauer sei für Tornados durchaus üblich.

In der Kleinstadt Bützow bei Rostock hatte Anfang Mai ebenfalls ein Tornado gewütet. Das Unwetter hatte damals nur knapp zehn Minuten gedauert - und einen Millionenschaden angerichtet.

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Wirbelsturm: So wütete der Tornado in Bayern
Ein Baukran stürzte ins Hausdach

In der bayerischen Gemeinde Affing, in der das Unwetter besonders schlimm wütete, waren zahlreiche Haushalte ohne Strom. Polizei und Behörden schätzten den Gesamtschaden auf mehrere Millionen Euro. Hunderte Feuerwehrleute, Rettungskräfte und freiwillige Helfer waren bei den Aufräumarbeiten im Einsatz. Auch viele Bau- und Handwerksfirmen hatten sich auf den Aufruf des Landratsamts hin zur Arbeit am Feiertag gemeldet. Vor allem Dachdecker, Glaser und Abbruchfirmen wurden dringend benötigt.

In Aichach zerstörte das Unwetter das Dach der Realschule. Der Unterricht fällt bis auf Weiteres aus. In Stettenhofen im Landkreis Augsburg musste ein Mehrfamilienhaus evakuiert werden. Es war so stark beschädigt worden, dass es einzustürzen droht. Die etwa 50 Bewohner wurden in einem Pfarrheim und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht.

In Neufahrn bei München stürzte ein Baukran um. Er traf das Dach eines Einfamilienhauses; die Bewohner blieben unverletzt. Anschließend fiel der 25 Meter lange Ausleger des Krans auf die Straße und beschädigte mehrere Autos. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden etwa 200.000 Euro.

stk/dpa

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insgesamt 62 Beiträge
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1.
THINK 14.05.2015
Man sollte die Leugner des Klimawandels zwangsweise für Aufräumarbeiten verpflichten. Niemand kann mehr ernsthaft behaupten, dass solche Ereignisse nichts mit dem Klimawandel zu tun haben.
2.
Malshandir 14.05.2015
Es ist doch klar, wer schuld an dieser Misere ist. Die Klimaleugner udn die Umweltverschmutzer. man kann ja mal sehr laut die drei Hauptverursacher nennen. USA, CHINA und INDIEN.
3. Und die Ursachengurus ....
GemachGemach 14.05.2015
... vergessen die Geschädigten und Opfer. Vor solchen Kommentatoren wird es mir auch in der Zukunft grauen. Menschlichkeit ist wichtiger als Dummschwätzerkommentare!
4. Endlich mal eine Sache,
Aloysius Pankburn 14.05.2015
Zitat von MalshandirEs ist doch klar, wer schuld an dieser Misere ist. Die Klimaleugner udn die Umweltverschmutzer. man kann ja mal sehr laut die drei Hauptverursacher nennen. USA, CHINA und INDIEN.
an der Herr Putin offensichtlich nicht schuld ist.
5. So nun hat die Meldung
sunsan 14.05.2015
eines Tornados der für unsere Verhältnisse sehr ungewöhnlichen Stufe F2-F3 (laut tornadoliste.de)auch noch rechtzeitig den Spiegel erreicht und ist dort publiziert worden nachdem tagsüber ausführlichst über die Auswirkungen des Villenbaus in Bel Air / Kalifornien berichtet wurde. Die angelsächsischen Presseagenturen sind halt auch beim Spiegel das Mass aller Dinge. Manchmal könnte man meinen spiegel-online-Redakteuren gehen die Geschehnisse im Ausland näher ans Herz als die im eigenen Land.
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