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Unwetter: 14 Menschen sterben bei Tornados in den USA

AP/ Larry McCormack/ The Tennessean

Wirbelstürme haben im Südosten der USA schlimme Schäden verursacht. Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben, Tausende waren ohne Strom.

Bei einer Reihe von Stürmen und Tornados sind in den USA mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Die Unwetter wüteten am Mittwoch in mehreren Bundesstaaten im Südosten der Vereinigten Staaten und hinterließen eine Spur der Verwüstung, wie Behörden und Medien berichteten.

Allein im Bundesstaat Mississippi kamen nach Angaben der Rettungsdienste sieben Menschen ums Leben. Zu den Opfern zählte ein siebenjähriger Junge. Das Auto seiner Familie wurde von einem Tornado in die Luft gerissen und wieder zu Boden geschmettert. Sechs Menschen starben in Tennessee, ein weiteres Opfer wurde aus Arkansas gemeldet.

Unzählige Häuser wurden schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Ein Überlebender aus dem Landkreis Perry in Tennessee sagte dem Sender CNN, um ihn herum sehe es aus "wie in der Ödnis. Es ist nichts mehr da".

Allein in Mississippi waren mehr als 8000 Menschen ohne Strom. In dem Bundesstaat wurden am Mittwoch allein 14 Tornados gezählt. Auch die Bundesstaaten Indiana und Illinois waren betroffen.

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Tornados in den USA: Spur der Verwüstung
20 Grad in New York

Ausgelöst wurden die Tornados durch ungewöhnlich milde Temperaturen an der Ostküste. Subtropische Luft aus dem Golf von Mexiko sorgte am Heiligen Abend an der Ostküste - vor allem in New York und Washington - für Rekordtemperaturen.

Mit 22,2 Grad Celsius wurde in New York ein neuer Wärmerekord für Heiligabend erreicht - der bisherige Rekord aus dem Jahr 1996 lag bei 17,2 Grad. In Washington kletterte das Thermometer auf ebenfalls rekordverdächtige 21,5 Grad und in Norfolk in Virginia auf 28 Grad. Die Aufzeichnungen in den Städten an der Ostküste des Landes gehen bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

In Washington wie in New York spazierten Touristen in T-Shirts und mit kurzen Ärmeln durch die Straßen oder saßen in Freiluftcafés, ein Jogger verzichtete ganz auf Oberbekleidung. Auch die "New York Times" passte sich dem neuen Klima an, verzichtete auf ihre traditionellen Rezepte und bot auf ihrem Blog stattdessen ein leichtes Menü für "Weihnachten bei 21 Grad".

Im Westen der USA warnte die Wetterbehörde dagegen vor Winterstürmen. Vor allem in höheren Lagen, etwa den Bundesstaaten Colorado und Utah, konnten die Menschen weiße Weihnachten feiern.

Frühlingswetter in Europa

Auch in Europa riefen milde Temperaturen bei einigen Menschen Frühlingsgefühle hervor. Dort stiegen die Temperaturen teils auf etwa 17 Grad. In Frankreich nutzte mancher die Gelegenheit und sprang Heiligabend in den Atlantik. Die Bilder zum Weihnachtswetter in Europa finden Sie hier.

jme/AFP/dpa

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