Wirbelstürme: Tornados wüten in Texas
Hunderte Häuser sind zerstört, Lastwagen wurden wie Spielzeug durch die Luft gewirbelt: Mehrere Tornados haben in Teilen von Dallas und Fort Worth schwere Verwüstungen angerichtet. Todesopfer gab es offenbar nicht - die Behörden sprechen von einem Wunder.
Dallas - Dächer wurden von Häusern gerissen, vielerorts fiel der Strom aus, Bäume knickten um: Eine Serie von mehreren Tornados hat den Großraum Dallas/Fort Worth heimgesucht. Mindestens 17 Menschen wurden bei den Wirbelstürmen verletzt, viele der 6,3 Millionen Einwohner des Ballungsraums suchten Schutz. Ein Lkw-Fahrer sagte, er habe gesehen, wie ganze Lastzüge wie Spielzeug in die Luft gehoben worden seien. Umgedrehte Autos machten Straßen unpassierbar.
Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes brachen bis zu zwölf der Wirbelstürme über Dallas und Umgebung im Norden von Texas herein. Am Flughafen Dallas-Fort Worth International wurden Hunderte von Flügen abgesagt oder umgeleitet. Tausende Passagiere saßen fest, es kam bei vielen Verbindungen zu mehrstündigen Verspätungen. Mehr als 110 Flugzeuge seien von Hagel beschädigt worden, hieß es.
In Vororten von Dallas wurden nach Polizeiangaben mindestens zehn Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. In Arlington wurden drei Menschen verletzt, darunter zwei Bewohner eines Pflegeheims, in dem Fensterscheiben zu Bruch gingen. Die Bewohner, von denen einige bettlägerig waren, seien innerhalb von 20 Minuten von ihren Zimmern in die Eingangshalle gebracht worden, sagte eine Besucherin, die ihre gelähmte 79-jährige Schwester besucht hatte.
Todesfälle gab es offenbar nicht - für die Behörden angesichts der Heftigkeit der Stürme und der dichten Besiedlung des Gebietes eine Überraschung. "Wir haben richtig Glück gehabt, das ist ein Wunder", sagte Dallas' Bürgermeister Mike Rawlings.
Die Stürme zogen in verschiedene Richtungen weiter - in die Bundesstaaten Arkansas, Louisiana und Oklahoma. Bislang sind in den USA in diesem Jahr 57 Menschen durch Tornados ums Leben gekommen. Der April gilt dem Nationalen Wetterdienst zufolge als Höhepunkt der Tornadosaison, die von März bis Juni geht.
ulz/dapd/Reuters
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