Hamburg - Es ist erst wenige Tage her, dass in Mississippi ein Delfin mit einer Schusswunde gefunden wurde. Es war kein Einzelfall, in den vergangenen Monaten wurden zahlreiche tote Meeressäuger an der US-Golfküste gefunden: Ihnen waren Flossen und Mäuler entfernt oder Schnittwunden zugefügt worden, wie Tierschützer berichten. Ein Delfin in Alabama wurde gar mit einem Schraubenzieher in seinem Kopf gefunden.
Vertreter der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) befragen nun eigenen Angaben zufolge unter anderem Strandbesucher und Fischer zu den Vorfällen. "Es ist erschütternd, dass jemand den Tieren so etwas antun kann", sagte NOAA-Mitarbeiterin Erin Fougeres. Es habe ganz klar vorsätzliche Fälle gegeben.
Unklar ist allerdings, ob die Tiere vor oder nach ihrem Tod verletzt wurden. Es wäre beispielsweise denkbar, dass jemand die Delfin-Zähne als Souvenir mitgenommen habe, sagte Fougeres. Zudem sei das NOAA-Netzwerk ausgebaut und verbessert worden - deshalb könnten inzwischen viel mehr seltsame Todesfälle registriert werden als früher.
Die Tierschutzorganisation Animal Legal Defense Fund (ALDF) gab an, Hinweise auf die Täter mit 5000 Dollar zu belohnen.
aar/AP
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Delfine | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH