Trauer in Luxemburg Großherzogin Josephine-Charlotte verstorben

Josephine-Charlotte, Mutter des Luxemburger Großherzogs Henri, ist heute gestorben. Die 77-Jährige litt seit einiger Zeit an Krebs. Die Beerdigung soll am Samstag stattfinden.


Josephine-Charlotte: In den frühen Morgenstunden verstorben
AFP

Josephine-Charlotte: In den frühen Morgenstunden verstorben

Luxemburg - Josephine-Charlotte war mit Großherzog Jean verheiratet, der dem Kleinstaat mit rund 400.000 Einwohnern von 1964 bis 2000 vorstand. Am 7. Oktober 2000 löste Sohn Henri seinen Vater an der Spitze des Großherzogtums ab.

Josephine-Charlotte war die Schwester des belgischen Königs Albert II. Josephine-Charlotte Ingeborg Elisabeth Marie Jose Marguerite Astrid, geboren am 11. Oktober 1927, war die älteste Tochter des belgischen Königs Leopold III. und der in Schweden geborenen Königin Astrid.

Einen Tag nach der Invasion in der Normandie im Juni 1944 wurde die Königsfamilie nach Deutschland deportiert. Im Mai 1945 ging die Familie nach Genf. Eine Rückkehr nach Belgien war zunächst undenkbar, da die Rolle von König Leopold während des Zweiten Weltkriegs in seinem Land extrem umstritten war.

Josephine-Charlotte heiratete am 9. April 1953 Prinz Jean von Luxemburg, 1964 rückten beide an die Spitze des Staates. Während ihrer Regentschaft zeigte sich Josephine-Charlotte, die selbst Mutter von fünf Kinden war, interessiert in Kinder- und Familienfragen sowie Gesundheitspolitik und Kunst. Sie war zudem Vorsitzende des Luxemburger Roten Kreuzes.

Ministerpräsident Jean-Claude Juncker sprach von "einem großen Verlust für das Land und seine Bevölkerung".



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