Tropensturm "Isaac" Südküste der USA von Hurrikan bedroht

Tropensturm "Isaac" zieht auf die Südküste der USA zu - und gewinnt über dem Golf von Mexiko an Wucht. Meteorologen gaben am Abend eine Hurrikan-Warnung für die Küstenregionen von Louisiana bis Florida heraus. In Haiti kamen bei dem Sturm sieben Menschen ums Leben.

REUTERS

Miami/Port au Prince - Tropensturm "Isaac" hinterlässt eine Spur der Verwüstung: In Haiti sind bei Erdrutschen und Überschwemmungen sieben Menschen ums Leben gekommen, teilte ein Sprecher der Regierung mit. Zudem wurden fast 8.000 Menschen aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht, 4.000 in Notunterkünfte einquartiert. In Kürze soll der Sturm die Südküste des US-Bundesstaates Florida erreichen und danach über dem Golf von Mexiko an Wucht gewinnen.

Meteorologen des "U.S. National Hurricane Center" gaben am Abend eine Hurrikane-Warnung für die Küstenregionen von Louisiana bis Florida heraus. Auch die Stadt New Orleans könnte der Sturm in den kommenden Tagen erreichen - genau sieben Jahre nach dem fatalen Hurrikane "Katrina". Damals kamen weit mehr als 1500 Menschen ums Leben, die Stadt wurde verwüstet.

Bislang ist der Sturm jedoch deutlich schwächer als der Jahrhundertsturm aus dem Jahr 2005: "Isaac" soll nach der bisherigen Prognose maximal ein Hurrikan der Stärke Zwei werden - "Katrina" hatte zwischenzeitlich die Maximalstufe Fünf erreicht.

Am Sonntagnachmittag hatte "Isaac" bereits die Inselkette Florida Keys erreicht, die den USA im Südosten vorgelagert sind. Das US-Fernsehen zeigte Bilder von überschwemmten Straßen, Berichte über größere Schäden gab es zunächst nicht.

Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, rief die Bevölkerung in niedriger liegenden Küstenregionen auf, sich auf Evakuierungen vorzubereiten. Zugleich erklärte er vorsichtshalber den Notstand für seinen Staat - das hatte am Tag zuvor auch schon der Gouverneur von Florida getan.

Die US-Republikaner hatten wegen des Sturms bereits den Beginn ihres Wahlparteitags in Tampa, Florida, verschoben. Dort wollen sie Mitt Romney offiziell zum Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl küren. Bislang sieht es so aus, als würden nur die äußersten Ausläufer den Ort streifen.

usp/Reuters/dpa

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