Tschechien: Dutzende Verletzte nach Explosion in Prag

Foto: AFP

Ursache war offenbar ein Gasleck: In Prag hat sich eine heftige Explosion ereignet, ein Gebäude in der Innenstadt wurde zerstört. Die Rettungskräfte sprechen von bis zu 55 Verletzten, im Umkreis von mehreren hundert Metern gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Prag - Eine Explosion hat die Prager Innenstadt erschüttert. Ein Gebäude an der Divadelni-Straße wurde zerstört, die Straße ist mit Trümmerteilen bedeckt. Die Rettungskräfte sprechen von bis zu 55 Verletzten. Vier davon seien in "ernstem Zustand", berichtete der TV-Sender CT24 auf seiner Internetseite unter Berufung auf Polizei und Rettungsmannschaften.

Offenbar wurden viele Passanten auf der Straße von Trümmerteilen und Glassplittern getroffen. Sie erlitten zumeist leichte Verletzungen. Laut Angaben der tschechischen Rettungsdienste wurde auch ein Deutscher verletzt. "Seine Verletzungen sind aber nicht schwer", sagte Sprecherin Jirina Ernestova.

Im Erdgeschoss des Unglückshauses entstand ein Krater, auf den Gebäudeteile stürzten. Frühere Meldungen, wonach darunter bis zu drei Menschen verschüttet worden seien, erwiesen sich gegen Mittag nach Polizeiangaben als eher unwahrscheinlich.

Vermutlich habe ein Gasleck die Explosion ausgelöst, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt sollen sich etwa 15 Menschen in dem Haus aufgehalten haben. Mehrere Augenzeugen berichteten von intensivem Gasgeruch. Die Gasversorgung in dem Gebiet wurde aus Sicherheitsgründen unterbrochen.


Die Explosion ereignete sich in einem Bürogebäude, in dem mehrere Firmen ihren Sitz haben, darunter auch die tschechische Flugsicherung. Im Umkreis von mehreren hundert Metern gingen Fensterscheiben zu Bruch, auch im nahegelegenen Nationaltheater. Nachbargebäude wurden evakuiert.

Nach Informationen von CT24 wurde durch die Wucht der Explosion eine Außenwand des Hauses um fünf Zentimeter verschoben. Deshalb müsse das Gebäude gegen einen drohenden Einsturz gesichert werden. Gefährdet sei auch die Statik mehrerer Nachbarhäuser. Ein Baugerüst am Nationaltheater sei durch die Erschütterungen einsturzgefährdet.

wit/AP/Reuters/dpa

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